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Große Freude trotz Regens: „Endlich ist wieder P-Weg“

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Von: Sabrina Jeide, Dirk Grein

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Die Zuschauer am Kreisel Untertor feuerten die Stirnlampenläufer lautstark an.
Die Zuschauer am Kreisel Untertor feuerten die Stirnlampenläufer lautstark an. © Jeide, Sabrina

Freitagmittag, 13.15 Uhr in der Plettenberger Innenstadt: Der Busbahnhof an der Grünestraße ist wie leer gefegt, die Busse fahren schon den ganzen Tag die Ersatzhaltestellen am Wall an. Einige Helfer sind damit beschäftigt, die Bühne vor dem Jobcenter aufzubauen, die Absperrgitter folgen erst am Nachmittag. Hin und wieder passiert noch ein Pkw den Maiplatz.

Plettenberg - Es ist die Ruhe vor dem Sturm – denn Freitagabend, 18 Uhr, plötzlich ein völlig anderes Bild: Eine riesige Ziege ragt über die Grünestraße, Absperrgitter ziehen sich vom Maiplatz aus durch die Innenstadt und Besucher tummeln sich vor dem Zielbereich nahe der Bühne.

„Endlich ist wieder P-Weg“, ruft Moderator Florian Putz dem Publikum zu. Wer keinen Regenschirm hält und beide Hände frei hat, der klatscht oder jubelt. Euphorie ist spürbar, weil das Plettenberger Marathonwochenende nach dreijähriger Pause wieder starten kann.

Wermutstropfen an diesem Abend: Pünktlich zur Eröffnung setzt Regen ein und sorgt für manche Sorgenfalte bei den Veranstaltern. Bürgermeister Ulrich Schulte bringt in seinen Eröffnungsworten das zum Ausdruck, was wohl alle denken: „Hoffentlich führt das nicht zu vermehrten Stürzen.“

Die Grundschüler, die bereits im Startbereich warten, scheinen die Niederschläge nicht zu stören. „Wann geht’s los“, rufen sie im Chor. Lange müssen sie sich nicht mehr gedulden: Zunächst hat die Tanzgruppe Fightstepper des Skiclubs Oestertal ihren ersten Auftritt des Wochenendes – und erhält dafür den verdienten Applaus.

Dann richten sich alle Augen auf Bürgermeister Schulte: Nach dem Countdown „drei, zwei, eins“ gibt er den Startschuss für das erste Rennen: Die jüngsten Grundschüler legen sich sogleich mächtig ins Zeug. Sie rennen vom Maiplatz aus durch den nicht pausieren wollenden Regen durch die Stadt, angefeuert von Eltern, Freunden und vielen weiteren Zuschauern, die sich entlang der Strecke verteilt haben.

Insgesamt sind für das Kidsrace 400 Teilnehmer angemeldet, doch es sind weniger, die sich auf die Strecke wagen: Nachdem die Erst- und Zweitklässler als Erste im Ziel eingetroffen und mit Brezeln und Getränken versorgt werden, geht zwischenzeitlich der eingangs erwähnten Ziege die Luft aus. Rasch eilen Helfer herbei und beheben das Malheur.

Die eine oder andere Startschwierigkeit könne an diesem Wochenende auftreten, hatte Michael Schröder vom Veranstaltungsteam am Anfang des Abends um Verständnis geworben. Die lange Pause sei nicht spurlos am P-Weg-Team vorbeigegangen. Das ist während des Auftaktabends allerdings nur an wenigen Stellen zu spüren.

Während die Grundschüler ins Rennen gehen (aufgeteilt nach Altersklassen in zwei Gruppen Läufer und zwei Gruppen Radler) sind etliche Helfer im Einsatz: als Streckenposten, im Meldebüro, an Verpflegungsstationen oder am Pasta-Stand, an dem sich die Sportler mit Nudeln stärken können.

Vereinzelte Stürze sind bei den Radfahrern zu sehen. Doch rasch sind Helfer zur Stelle und die Fahrt kann weitergehen. Pitschnass sind alle Teilnehmer der Kinderrennen, denn der Regen lässt erst gegen Ende nach.

Rutschgefahr auf der Strecke: Die Grundschüler fuhren entsprechend vorsichtig.
Rutschgefahr auf der Strecke: Die Grundschüler fuhren entsprechend vorsichtig. © Sabrina Jeide

Besser haben es da schon die älteren Teilnehmer, die beim Fun-Night-Run an den Start gehen. Weil inzwischen die Dunkelheit angebrochen ist, tragen sie Stirnlampen und begeben sich auf die fünf Kilometer lange Strecke, die sie sogar durch den Wald am Hestenberg führt.

Die Zuschauerreihen haben sich nach den Siegerehrungen der Kinder zwar bereits gelichtet, dafür ist es nun trocken – und am Kreisel Untertor verbreiten die Zuschauer beste Stimmung, feuern jeden lautstark an. Entsprechend gut gelaunt kommen die Jugendlichen ins Ziel. Ein Blick in ihre Gesichter verrät – sie sind derselben Ansicht wie Florian Putz: „Endlich ist wieder P-Weg.“

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