Gefahr für Hunde

Giftköder? Fünf Kilo Sushi auf Fußweg im MK ausgelegt

Mögliche Giftköder in Sushi in Plettenberg, Hundebesitzer auf dem Fahrradweg bei Junior und Prinz aufgepasst
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Dieses Schild weist auf die möglichen Giftköder am Fahrradweg Elsetal hin.

Seit Anfang dieser Woche stehen Warnschilder an einem Fuß- und Radweg in Plettenberg. Darauf wird vor einer möglichen Gefahr für Hunde gewarnt. Es ist die Rede von Giftködern, die dort ausgelegt worden sein könnten.

Plettenberg - Warum zum Teufel liegen am Fuß- und Radweg zwischen den Firmen Junior und Prinz insgesamt fünf Kilogramm Sushi? Und warum lagen diese Reisröllchen zu jeweils etwa zehn Stück an mehreren Bäumen drapiert? Könnte es sich angesichts der lilafarbenen Verfärbung womöglich um Giftköder handeln? Diese Fragen stellte sich am Montag eine Spaziergängerin, die umgehend die Polizei informierte. Deren Mitarbeiter reagierten ebenso wie Ordnungsamts-Kräfte und Mitglieder des Tierschutzvereins, bei denen ebenfalls Meldungen zu den Entdeckungen auf dem Radweg eingingen, umgehend. Die Gefahr scheint vorerst gebannt.

Als sich die Polizisten nach der Erstmeldung von Montag um kurz nach 11 Uhr ein Bild von der Lage machten, staunten sie nicht schlecht über die große Menge an Sushi. Fünf Kilogramm dieser japanischen Feinkost-Häppchen kamen am Ende bei ihrer Sammlung zusammen. „So wie es drapiert war, schien das Sushi bewusst hingelegt worden zu sein“, erklärte Polizeisprecher Marcel Dilling am Tag danach auf Anfrage der Heimatzeitung. Daher kam schnell der Verdacht auf, dass es sich um mögliche Giftköder gehandelt haben könnte.

Die Stadt Plettenberg reagierte am Mittag mit einer Nachricht auf den sozialen Medien: „Bitte halten Sie Ihre Hunde aus Vorsichtsgründen an kurzer Leine und achten Sie besonders auf Ihre Kinder! Ob von den Lebensmitteln eine Gefahr für die Gesundheit von Mensch und/oder Tier ausgeht, ist derzeit noch unklar.“ Darüber hinaus ließ das Ordnungsamt Schilder vor Ort aufhängen, um vor der möglichen Gefahr durch Giftköder zu warnen.

Das Sushi lag an mehreren Stellen am Wegesrand – insgesamt handelte es sich um fünf Kilogramm.

Am Montagnachmittag war auch der Tierschutzverein in Person von Christian Legvart vor Ort und kontrollierte den Weg, fand aber nichts Auffälliges mehr. Legvart sprach darüber hinaus viele Passanten direkt an und warnte vor der möglichen Gefahr.

Nach Angaben der Polizei gab es mit Stand von Dienstagnachmittag keine Geschädigten. Tierarzt und Tierschutzbund seien informiert, in diesen Tagen darauf zu achten, ob Erkrankungen womöglich mit Gift zusammenhängen könnten. Bisher sei das aber nicht der Fall gewesen.

Sollte sich in den nächsten Tagen herausstellen, dass es doch Geschädigte gibt, mögen diese sich umgehend mit der Polizei in Verbindung setzen. Denn erst wenn es Geschädigte gib, würden Untersuchungen beginnen, ob das Sushi tatsächlich vergiftet war. „Das muss dann die Staatsanwaltschaft entscheiden“, erklärt Polizeisprecher Dilling. Passende Beweismittel für etwaige Untersuchungen hat die Polizei jedenfalls gesichert. Auch Zeugen werden gesucht, um ermitteln zu können, wer die große Menge an Sushi ausgelegt hat. Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 91 99 0 entgegen.

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