Gemeinsam mit Stefanie Schade aus dem Ordnungsamt Fortbildung absolviert

Lehrgang gemeistert: Bürgermeister Ulrich Schulte darf jetzt auch trauen

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Neue Gesichter bei Trauungen: Die Standesbeamten Monika Frauendorf, Simone Wolff und Ralf Heuel (von links nach rechts) werden bei Trauungen zukünftig von Bürgermeister Ulrich Schulte und Stefanie Schade unterstützt.

Plettenberg - „Ja, ich will“ – so sollte die Antwort bei der Eheschließung lauten. Bald wird die passende Frage dazu auch von Bürgermeister Ulrich Schulte gestellt werden, denn nach einer Schulung darf das Stadtoberhaupt Trauungen vollziehen.

Im Dezember hat Ulrich Schulte den Standesbeamtenlehrgang absolviert. Das heißt nicht, dass er ab jetzt Standesbeamter ist, aber dass er die Trauungen in der Vier-Täler-Stadt vollziehen darf. Gleiches gilt auch für Stefanie Schade, Mitarbeiterin des Ordnungsamtes, die ebenfalls die Schulung absolvierte. 

Bestandteil der Schulung waren die Grundlagen der Eheschließung, zu denen das Personenstandsrecht und das Namensrecht gehören, und der praktische Ablauf einer Trauung wurde durchgegangen.

Im Rathaus hatte es zuvor einen Aufruf gegeben, dass das Standesamt Verstärkung sucht und ob sonstige Mitarbeiter Interesse hätten. Grund dafür ist, dass es in der Vergangenheit schwierig wurde mit den Trauungsterminen und den Tätigkeiten, die die Standesbeamten darüber hinaus noch haben, sodass Kollegen teilweise für die anderen Tätigkeiten einspringen mussten. 

Trauungen an Wochenenden ausbauen 

Mit der Verstärkung soll sich dies ändern und auch dem Wunsch die Trauungen am Wochenende auszubauen wurde so nachgegangen. So gibt es nicht mehr nur sechs Samstags-Termine, sondern zwölf. In der Regel ist das der letzte Samstag im Monat. Im Jahr werden insgesamt rund 100 Trauungen in Plettenberg abgehalten, im Jahr 2018 waren es 92.

Bevor jemand vor Ulrich Schulte jedoch das Ja-Wort aussprechen kann, wird es noch einige Zeit dauern, vermutlich bis zur zweiten Jahreshälfte, berichtet das Stadtoberhaupt. „In den nächsten Monaten werden ich und Frau Schade den bestehenden Standesbeamten erst einmal hospitieren“, erklärt Schulte. 

Kann man sich Standesbeamten aussuchen?

So wohnte Stefanie Schade zum Beispiel am Freitag einer Trauung bei, die sogar einen Dolmetscher benötigte. „Das kommt vielleicht in zehn von 100 Fällen vor“, erklärt Ralf Heuel. Nämlich dann, wenn einer der Ehepartner oder der Trauzeugen der deutschen Sprache nicht mächtig ist. 

Das heißt aber nicht, dass man sich in Zukunft aussuchen kann, wer einen trauen soll. Man könne zwar Wünsche äußern, aber dabei seien eben auch die Termine abzuklären. Und bei einem ausdrücklichen Wunsch, vom Bürgermeister getraut zu werden ist dies eben nicht nur mit dem Standesamt zu klären, sondern auch mit dem Bürgermeister selbst. „In erster Linie wird geguckt, wer hat Zeit“, erklärt Ulrich Schulte, wie die Vergabe abläuft.

Drei "echte" Standesbeamte im Rathaus

Generell kann jeder Interessierte den Lehrgang absolvieren, um Trauungen zu vollziehen. Voraussetzung ist jedoch, die Bindung an die Stadt Plettenberg. Das heißt, man muss zum Beispiel Mitarbeiter der Verwaltung sein, Bürgermeister oder Ratsmitglied.

Das Plettenberger Standesamt hat derzeit drei Standesbeamte: Ralf Heuel, Monika Frauendorf und Simone Wolff. Letztere hat das Amt seit dem 1. Januar übernommen, nachdem ihre Vorgängerin Rita Januschewski nach 38 Jahren als Standesbeamtin Ende des letzten Jahres in den Ruhestand ging. Simone Wolff ist bereits seit 28 Jahren im Rathaus beschäftigt, zuvor war sie in der Kämmerei tätig.

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