Regeln für das Aussehen der Innenstadt

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Jan Koopmann (links) und Hartmut Engelkemeier von der Stadtverwaltung erklärten die Regularien des Gestaltungshandbuchs.

Die Immobilieneigentümer des Herzstücks der Plettenberger Innenstadt waren am Mittwoch eingeladen, das Handbuch in seinen vielen Facetten kennenzulernen. Es werden darin Empfehlungen zur Gestaltung des öffentlichen Raums, Werbeanlagen, Gebäudefarbe, Außenmöblierung, Fensterfronten, Markisen und mehr gegeben.

Das „Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) bildet die Plattform für die verschiedenen Maßnahmen, das Charakteristische einer Innenstadt hervorzuheben. Werterhaltung und Wertsteigerung, positive Atmosphäre, größere Attraktivität, hohe Zufriedenheit bei Bewohnern und Nutzern, Stärkung der Identifikation mit dem Ort und zusätzliche Lebensqualität sollen erreicht werden.

Dass das nur mit verbindlichen Regularien erreicht werden kann, ist hinlänglich bekannt. Diese Regularien wurden am Mittwoch von Planungsamtsleiter Hartmut Engelkemeier und von Jan Koopmann vom Sachgebiet der Stadt- und Umweltplanung vorgestellt. Dabei spielen der stadtbildprägende Raum mit seinen Gebäuden und Sichtachsen sowie die Stadtbildzonen mit seinen „Edelsteinen“ und „Fassungen“ eine große Rolle.

Doch auch die Dächer, Fassaden und deren Farbgebung, Grundstückseinfriedungen, Werbeanlagen, Möblierung von Sondernutzungsflächen (Holz und Metall, kein Kunststoff) und Warenauslagen wurden thematisiert. Beim Punkt Warenauslagen gab Holger Rahn zu bedenken, dass, würden die engen Regeln Vorschrift, er sein Fahrradgeschäft wohl aufgeben müsse. Von anderer Seite wurde die dann doch stark beschnittene Warenauslage von Maiworm angeführt.

Engelkemeier nahm diese und noch weitere Bedenken auf, die dann in den kommenden oder der kommenden Ausschusssitzung(en) zur Sprache kommen werden. Angestrebt werde, dass die rechtlich bindende Fassung noch dieses Jahr verabschiedet wird.

Entschärfend fügte er an, dass durchaus auch Ausnahmen zulässig seien. Einwürfe aus dem Plenum: „Wo enden die Vorschriften und fangen die Ausnahmen an?“ Und: „Da kommt doch bestimmt auch der Einwand: Der darf, und warum ich nicht?“

Wichtig sei auf jeden Fall, dass bei jetzt anstehenden Veränderungen an Fassaden (Beispielsweise Anstrich oder Dämmung) inklusive der Fenster (möglichst aus Holz) eine Abstimmung mit der Stadt- und Umweltplanung erfolgen sollte. Mittel aus Förderprogrammen der Stadt können unter Umständen ebenfalls in Anspruch genommen werden.

Das Gestaltungshandbuch ist im Internet unter www.plettenberg.de/gestaltungshandbuch einsehbar. Die Teilnehmer am Mittwoch erhielten je ein gedrucktes Exemplar.

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