„Möchte Menschen in meiner Heimat etwas zurückgeben“

Generalkonsul Manfred O. Schröder errichtet eine „Sozialstiftung für Plettenberg“

+
Landrat Thomas Gemke (von links nach rechts) überreichte Ghanas Generalkonsul Manfred Oswald Schröder und seiner Ehefrau Helga Schröder am Montag die Stiftungsurkunde. Ebenfalls dabei war Bürgermeister Ulrich Schulte.  

Plettenberg - Er will sich für die Menschen in Plettenberg einsetzten: Ghanas Generalkonsul Manfred Oswald Schröder hat mit seiner Frau Helga Schröder jetzt die „Sozialstiftung für Plettenberg“ ins Leben gerufen. 

Thomas Gemke, Landrat des Märkischen Kreises, überreichte den Stiftern im Rahmen einer Feierstunde am Montag die Stiftungsurkunde im Plettenberger Ratssaal.

„Ich will den Menschen in meiner Heimat etwas zurückgeben“, erklärte der mittlerweile 93-jährige, der im Plettenberger Ortsteil Siesel geboren wurde. In diesem Alter seien seine Tage gezählt, weswegen er sich für die Menschen in seiner Geburtsstadt einsetzen wolle, sagte der Konsul – das zeigt, dass er trotz seiner unzähligen Reisen seine Heimat nicht vergessen hat. 

Das lobte auch Landrat Thomas Gemke, der in seiner Laudatio das Engagement des Seniors, der sich nach über fünf Jahrzehnten in aller Welt immer noch mit Plettenberg identifiziere, hervorhob. Neben mehreren Gästen, dem Vorstand und dem Kuratorium der Stiftung ergriff auch Bürgermeister Ulrich Schulte das Wort. Die Stiftung solle vor allem Kindern und allen anderen Menschen helfen, die sich ohne Hilfe nicht fortbewegen können. 

Dazu sollten auch die berücksichtig werden, die keinerlei staatliche oder kommunale Unterstützung oder sonstige Förderungen erhalten. Das könnten Kinder in Not, Blinde, aber auch von Auslandseinsätzen zurückgekehrte traumatisierte Soldaten und Polizisten sein. Wichtig ist dem Konsul nur, dass Plettenberger unterstützt werden – „wie genau das Geld eingesetzt wird, steht noch nicht fest“, sagte Matthias Steinhoff, Fachgebietsleiter für Interne Serviceleistungen im Rathaus, im Gespräch mit der Heimatzeitung. 

Manfred Oswald Schröder erzählte am Montag auch aus seinem eigenen bewegenden Leben. Von Washington bis zum Königspalast auf Tonga oder den Vatikan hat der „Plettenberger Junge“, wie er sich selbst gerne nennt, bisher schon so ziemlich alles gesehen und dabei unzählige Kontakte zu wichtigen Personen der Erde geknüpft. 52 Jahre als Generalkonsul Schröder hat in London und später in Washington studiert. 

In London lernte er den späteren Premierminister und Staatsgründer Ghanas Dr. Kwame Nkrumah kennen, der ihn bat, die Interessen des Landes zu vertreten. Offiziell zum Konsul ernannt wurde er übrigens am 9. September 1965 – also vor knapp 52 Jahren. Die Höhe des Stiftungskapitals wurde bei der Gründung nicht genannt. 

Es dürfte aber eine beträchtliche Summe sein. Vor gut drei Monaten gründete der Eigentümer des Wasserschlosses Neuenheerse in den Kreisen Paderborn und Höxter bereits drei weitere Stiftungen, die ebenfalls sozialen, erzieherischen und religiösen Zwecken dienen sollen. 

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare