Blinden- und Sehbehindertenvereien kommt im Haus Battenfeld zusammen

Gemütliche Weihnachtsfeier trotz des Schneechaos

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Markus Mücke packte sein Akkordeon aus und begann mit „Es ist für uns eine Zeit angekommen“.

Plettenberg - Trotz des starken Schneefalls trafen sich einige Mitglieder des Blinden- und Sehbehindertenvereins Westfalen, Bezirksgruppe Plettenberg, zu ihrer traditionellen Adventsfeier, wie seit acht Jahren schon im Haus Battenfeld.

Der Vorsitzende Markus Mücke hieß die Vereinsmitglieder und Begleiter herzlich willkommen. Besonders freute er sich über das Erscheinen von Martina Reinhold in ihrer Funktion als stellvertretende Bürgermeisterin. Reinhold überbringt bereits seit mindestens zwölf Jahren schon die Grüße und guten Wünsche vom Rat der Stadt Plettenberg an die Teilnehmer. Sie kommt gerne zu den Treffen, weil sie die familiäre Atmosphäre schätzt. 

Wie auch schon vor vielen Jahren entsteht immer ein reger Informationsaustausch, bei dem die Sorgen, Nöte und Verbesserungsvorschläge des Vereins geschildert werden können und Reinhold selbst Ratsbeschlüsse und Informationen weitergeben kann. So legten die Mitglieder besonderen Wert auf das Thema „Neuer Busbahnhof“, Barrierefreiheit, Leitstreifen, Markierungen und tastbare Bodenmarkierungen sind für Blinde und Sehbehinderte bei Neuplanungen ebenso wichtig, wie auch die allgemeine Stadtsanierung. 

Martina Reinhold dankte für die ehrenamtliche Arbeit, die für Stabilität und Lebensqualität in der Gesellschaft und für positive Aspekte in der Politik sorgt. Sie berichtete über die gute Annahme des neuen Einkaufszentrum P-Center an der Waskebieke/Bahnhofstraße und über notwendige Entscheidungen zum Thema „Bäume in der Innenstadt“. Besonders liegt Reinhold der behindertengerechte Ausbau der Plettenberger Innenstadt und Eiringhausen am Herzen. Ebenso begründete sie den Verkauf der städtischen Anteile am Plettenberger Krankenhaus an Radprax, was in Zukunft zu einer nicht geringen und wichtigen Entlastung des städtischen Haushalts führen würde. 

Mücke dankte Reinhold und allen Spendern, Gönnern und Unterstützern für die unersetzliche Hilfe. Nach so vielen ernsten Themen wurde es Zeit für weihnachtliche Stimmung. Leider konnte der MGV Holthausen wegen einiger Erkrankungen und somit Stimmausfällen in diesem Jahr nicht sein Versprechen einlösen und die ersten Weihnachtslieder singen. 

Markus Mücke packte daher sein Akkordeon aus und begann mit „Es ist für uns eine Zeit angekommen“. Wen wundert es, dass die Teilnehmer mit Handicap wesentlich textsicherer waren als so manch ein Begleiter. Es wurde, nicht zuletzt wegen des Schneefalls draußen und der aufgestellten Kerzen, anheimelnd gemütlich. 

Dem DRK sei Dank, dass trotz des Wintereinbruchs die Adventsfeier der Selbsthilfegruppe der Blinden und Sehbehinderten stattfinden konnte. Die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes hatten wieder den Fahrdienst übernommen und die Fahrten zum Haus Battenfeld, der Stammlokalität des Vereins, organisiert. Das Haus ist für die Teilnehmer wegen der ebenerdigen Zugänglichkeit und einer ebenso leicht zu erreichenden behindertengerechten Toilette wichtig.

 Sich selbst nicht so wichtig nehmen, beieinander zu sein und miteinander lachen zu können, ist ein Grundelement ihrer Gruppe. Das Kaffeetrinken an jedem dritten Donnerstag im Haus Battenfeld, bietet dazu eine gute Gelegenheit. Auch Nichtbehinderte sind dazu eingeladen.

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