Gegen häusliche Gewalt: Realschule setzt sich ein

Arbeitskreis hisst Fahne zum „Anti-Gewalttag“

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„Frei leben ohne Gewalt“ – die Fahne der Frauenrechte-Organisation „Terre des Femmes“ wird immer am Anti-Gewalttag im Rathausinnenhof gehisst. In diesem Jahr traf sich der Arbeitskreis gegen Gewalt zudem in der heimischen Realschule. 

Plettenberg - Die Zahlen sind erschreckend: Jede vierte Frau ist im Laufe ihres Lebens schon einmal Opfer von häuslicher Gewalt durch einen Beziehungspartner geworden. Am Samstag, 25. November, war der Anti-Gewalttag, der auf diese Missstände hinweist.

Wie in jedem Jahr hisste der Arbeitskreis gegen häusliche Gewalt die Fahne „Nein zu Gewalt“. Fand dieser Akt sonst immer im Rathausinnenhof statt, wurde die Fahne in diesem Jahr auch an der heimischen Realschule „gehisst“.

Hintergrund ist die Kooperation des Arbeitskreises mit der Geschwister-Scholl-Realschule, in dessen Rahmen bereits das Stück „Mensch!Theater“ aufgeführt wurde, das durch den Gewinn für die Erstplatzierung beim Wettbewerb „Starke Netze gegen Gewalt“ finanziert wurde. An diesem hatte der Plettenberger Turnverein zusammen mit der Gleichstellungsstelle teilgenommen. Das Theaterstück setzte sich intensiv mit häuslicher Gewalt auseinander. 

Einmal, in dem Schüler aktiv in Szenen mit eingebunden wurden und andererseits im Rahmen von Workshops, die genauer auf das Thema aufmerksam machten. „Selbstbehauptung und Selbstbewusstsein sind wichtig. Ich muss wissen, was ich mir wert bin“, erklärte die Gleichstellungsbeauftragte Mareike Masuch, die zusammen mit dem PTV unter anderem Selbstbehauptungskurse für Frauen anbietet. Geht es nach Beratungslehrerin Nina Bernert und Schulleiter Jochen Weber, soll das Theaterprojekt weitergehen, sodass jeder Achtklässler einmal daran teilnimmt. „In der fünften Klasse haben die Schüler das Fach soziales Lernen“, erklärt Beratungslehrerin Nina Bernert. 

Dieser unbenotete Förderunterricht lehrt Umgangsformen und macht auf häusliche Gewalt und wie man sich dagegen wehren kann aufmerksam. Gewalt ist schon seit 2010 ein intensiver Arbeitsbereich der Gleichstellungsstelle in Plettenberg. Viele Menschen, überwiegend Frauen, seien betroffen. 

Offen gesprochen würde über das Thema nur selten. Damals wurde eine Gesprächsrunde gegen häusliche Gewalt vor Ort gegründet; Akteure der Gesprächsrunde, in der unter anderem Caritas, Polizei und Jugendamt vertreten sind, hätten durch ihren beruflichen Zusammenhang zahlreiche Berührungspunkte mit dem Thema. 

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