1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Plettenberg

 „Explodierende Gaspreise“: Erwartung bei Kunst-Förderverein gedämpft

Erstellt:

Von: Hartmut Damschen

Kommentare

Freuen sich auf den Abschluss der Renovierung des Stipendiatenhauses: Uwe Meister, Helmut Teichert, Hartmut Engelkemeier und Volker Hauer (von links) von der Werkstatt.
Freuen sich auf den Abschluss der Renovierung des Stipendiatenhauses: Uwe Meister, Helmut Teichert, Hartmut Engelkemeier und Volker Hauer (von links) von der Werkstatt. © Damschen

Die Corona-Pandemie hatte in den vergangenen Jahren auch den Plettenberger Kunst-Förderverein Werkstatt belastet. Nun, da zumindest die pandemiebedingten Einschränkungen größtenteils wegfallen, sorgen Ukraine-Krieg und steigende Gaspreise für (wirtschaftliche) Sorgen.

Plettenberg - Kassierer Uwe Meister war daher auch nur vorsichtig optimistisch, was die Kassenlage der Werkstatt angeht: „Geplante Veranstaltungen fielen aus und damit auch die Ausgaben dafür. Auch die im vergangenen Jahr beschlossene Anhebung der Mitgliedsbeiträge trug ebenso zu einer besseren Aussicht bei, die jedoch aktuell von den explodierenden Gaspreisen sogleich gedämpft wird.“ Dennoch soll am jährlichen Stipendium festgehalten werden. Die Ausschreibung laufe und es hätten sich bereits Bewerber gemeldet.

Auf die Unterstützung der Plettenberger Bürger hofft man bei der Werkstatt dagegen bei einer besonderen Aktion: Am 4. und am 18. Juni soll das Großreinemachen im Stipendiatenhaus am Kirchplatz stattfinden. Dann nämlich, so wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung erklärt, seien die Renovierungsarbeiten im Stipendiatenhaus beendet. Willkommen sind dazu gleichermaßen Mitglieder und Freunde der Werkstatt Plettenberg. Schließlich solle der diesjährige Stipendiat wieder in ein Haus einziehen, in dem man sich nicht nur wohlfühlen, sondern auch kreativ tätig werden soll.

Kreativ war auf jeden Fall Ofra Ohana, Stipendiatin des vergangenen Jahres. Künstlerin und Werkstatt-Mitglieder trafen sich auch schonmal bei schönstem Wetter im Garten des Stipendiatenhauses zum Fachsimpeln oder Diskutieren. Die Schlussausstellung mit den in Plettenberg entstandenen Werken Ohanas in den Räumen der Plettenberger Sparkasse habe den entsprechenden Anklang und Zuspruch der Plettenberger gefunden. Durch Spenden und auch Geld aus dem Heimat-Förderprogramm des Landes NRW konnte sogar ein Katalog mit den Bildern der Künstlerin finanziert werden.

Hartmut Engelkemeier, 1. Vorsitzender der Werkstatt, resümierte bei der Jahresmitgliederversammlung im Heimathaus: „Die aus Israel stammende Ofra Ohana fühlte sich in Plettenberg mit seiner Natur und Ruhe zum konzentrierten Arbeiten sehr wohl.“

Schriftführer Volker Hauer wies auf die geplanten Aktivitäten der Werkstatt Plettenberg hin: eine Fahrt mit dem Stipendiaten zur „Dokumenta fifteen“ (28. Juni bis 25. September) nach Kassel und eine Plakatausstellung mit Bildern von Plettenberger Hausfassaden zum Tag der Kultur am 28. August. Im September startet eine Skulpturenausstellung mit Arbeiten von Peter Klassen, die an mehreren „Spielorten“ gleichzeitig stattfinden wird. In den Sommerferien soll die seit 2020/2021 bereits verschobene Ausstellung der Werke des Malers Christian Kabuß im Ratssaal zu sehen sein.

Auch interessant

Kommentare