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Freigabe ohne echtes Geländer: Fußgängerbrücke ist (fast) fertig an der Nordstraße

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Von: Christos Christogeros, Georg Dickopf

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Die Geländer der neuen Fußgängerbrücke in Ohle fehlen weiter. Per Rampe soll die Brücke aber nutzbar sein.
Die Geländer der neuen Fußgängerbrücke in Ohle fehlen weiter. Per Rampe ist die Brücke aber ab sofort nutzbar. Die Sicherheit ist aber auch ohne Geländer gewährleistet. © Dickopf

Provisorische Nutzung der Rampe ist ab Weihnachten möglich / Geländermontage soll bis Ostern 2023 erfolgen

Plettenberg – Die Anwohner werden aufatmen: Ende dieser Woche wurde die Fußgängerbrücke Nordstraße/Am Stübel freigegeben, teilt die Stadt Plettenberg mit. Die Geduld der Bürger wurde allerdings auch deutlich länger strapaziert als vorgesehen, denn ursprünglich war die Freigabe Ende Oktober geplant. Dann wurde der 18. November genannt und jetzt wird es fast Weihnachten, bis die Brücke begehbar ist.

Richtig fertig wird die neue Brücke aber wohl erst Ostern. Nach Informationen unserer Zeitung gab es „Kommunikationsprobleme“ bei einem Subunternehmer, der die notwendigen Brückengeländer nun erst um Ostern installieren wird.

Und auch vor der bis Weihnachten geplanten Freigabe müssen noch Restarbeiten, unter anderem am Berührschutz, durchgeführt werden. Nach der Freigabe entfällt dann der umständliche Umweg für die Anwohner.

Die Treppenstufen sind gesetzt, der Fußweg ist gepflastert und der Berührschutz angebracht. Der Berührschutz ist ein 1,80 Meter hoher Aufsatz, bestehend aus Rohrrahmen und Glasschutzwänden. Durch ihn sollen Passanten von der Oberleitung abgeschirmt werden.

„Vorerst müssen die Menschen den Weg über die Rampe wählen und die Stufen meiden, da die Geländer für Treppe und Rampe erst im kommenden Jahr geliefert werden und dann montiert werden können“, erklärt Hanno Grundmann, Pressesprecher der Stadt Plettenberg. Nach jetzigem Stand könnte dies im März, vielleicht auch im April stattfinden. Dennoch sei die Brücke begehbar, provisorisch abgesichert und daher sicher zu nutzen.

Erfreut zeigt man sich bei der Stadt, dass die Kosten im Rahmen des Haushaltsansatzes geblieben seien – „trotz einzelner Unwägbarkeiten während der Herstellung“. Sehr positiv sei zudem die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG und der Baufirma Knoche verlaufen, wofür sich die Stadt Plettenberg bedankt. Der Dank gelte auch den Anliegern, die laut einer Pressemitteilung für die mit den Arbeiten verbundenen Beeinträchtigungen immer Verständnis aufgebracht hätten.

In 2023 soll laut Mitteilung noch die Asphaltierung des Anschlusses der Straßenbrücke an die B 236 inklusive Fahrbahnsanierung auf der B 236 erfolgen. Die neue Brücke führt die Passanten in sieben Metern Höhe über die zweigleisige Bahnstrecke.

Die im Haushalt aufgeführten Gesamtkosten für beide Ohler Brücken und die Straßen belaufen sich auf etwa sechs Millionen Euro (Planung Haushalt 2023), wobei der Großteil von Bund, Land und der Bahn AG übernommen wird.

Die Zuwegung zur Fußgängerbrücke auf der Südseite und der noch anzulegende Wendehammer an der Nordstraße bildeten einen gesonderten Auftrag. „Dieser wird wegen der aktuellen Preisentwicklungen in das nächste Jahr geschoben“, sagt Hanno Grundmann. Die Bahn AG würde – Stand jetzt – frühestens im kommenden Jahr den Rückbau des höhengleichen Bahnübergangs im Gleisbereich umsetzen. „Danach macht die Umsetzung des eben genannten Auftrags auch erst Sinn“, erklärt Grundmann.

„Nun wünschen wir aber allen Anliegern und Nutzern der neuen Fußgängerbrücke stets eine sichere Querung“, heißt es in der Mitteilung der Stadt Plettenberg abschließend.

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