Ehemaliger Schalke-Profi und DFB-Kapitän 

Ein Fußball-Europameister kommt zu Besuch in den Märkischen Kreis

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Plettenberg - Der SC Plettenberg holt prominenten Fußballer-Besuch in den Märkischen Kreis: Bernard Dietz wird am 18. Oktober ab 19 Uhr bei einem unterhaltsamen Abend über die guten alten Zeiten des Fußballs plaudern.

Die wichtigste Information vorab: Interessierte sind bei kostenlosem Eintritt herzlich im SC-Vereinsheim auf der Elsewiese in Plettenberg willkommen.

Zunächst wollen die Organisatoren die Erinnerungen an den Gast mit einem rund 30-minütigen Film auffrischen. Im Mittelpunkt steht darin natürlich der größte Erfolg in Bernard Dietz’ Karriere: der Sieg bei der Europameisterschaft im Jahr 1980. Angeführt von Mannschaftskapitän Dietz schoss Horst Hrubesch die Bundesrepublik im Juni vor 39 Jahren mit einem Doppelpack zu einem 2:1-Finalsieg gegen Belgien und damit zum zweiten Europameisterschaftstitel in der deutschen Geschichte.

Darüber hinaus ist aber auch ein Blick auf Bernard Dietz’ Vereinsstationen während seiner aktiven Karriere interessant. Anders als in heutigen Zeiten des Profifußballs, in denen viele Spieler mehrfach die Vereine wechseln, spielte der Außenverteidiger insgesamt nur für drei Vereine: von 1958 bis 1970 für den unterklassigen SVA Bockum-Hövel, danach für die Profis des MSV Duisburg (1970 bis 1982), ehe dann die letzte Station bis 1987 folgte: der FC Schalke 04. Dietz ging als torgefährlichster Außenverteidiger in die Geschichtsbücher ein; legendär sein Viererpack beim 6:3-Erfolg des MSV Duisburg gegen den FC Bayern München am 5. November 1977 – jenem Jahr, in dem der MSV sich vom Abstiegskandidaten zum Uefa-Cup-Teilnehmer mauserte.

Ein Mann also, der viel zu erzählen hat. Inzwischen ist Bernard Dietz 71 Jahre alt, lebt in Hamm und spricht noch immer gerne über Fußball, auch wenn er die aktuellen Entwicklungen nicht immer positiv bewertet. Erst im Juni hatte Dietz nach seinem Rücktritt als Vizepräsident des MSV Duisburg gesagt, dass der Fußball nicht mehr seine Welt sei. „Der Fußball ist in den Hintergrund getreten. Es geht oft nur noch um Selbstdarstellung. Das muss ich nicht mehr haben. So leid es mir tut – Fußball ist so eine schöne Sache“, äußerte er sich kritisch zur Entwicklung seines Herzensvereins, der zurzeit nur noch in der 3. Liga spielt, aber meint damit auch die Veränderungen im Fußball insgesamt. „Früher haben sie uns ausgepfiffen, wenn wir den Ball zweimal zurück zum Torwart gespielt haben. Heute nennt man das Ballbesitzfußball oder Ballkontrolle.“

Lesen Sie hier das ganze Interview, das Bernard Dietz uns Ende Juni gegeben hat.

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