Fünf spannende Fakten über die Blitzer in Plettenberg

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Die Blitzersäule in Brüninghausen schlägt außerorts bei Tempo 30 zu – das gibt es NRW-weit nur ganz selten.

Plettenberg - Der Märkische Kreis war im letzten Jahr wieder fleißig. Dank der Blitzersäule am Bahnübergang Brüninghausen konnte die Behörde wieder zahlreiche Geschwindigkeitsverstöße feststellen, darüber hinaus wurde aber auch fleißig mit Hilfe von mobilen Messstationen geblitzt. hier die fünf spannendsten Fakten.

1. Ohler Blitzer schießt am Tag 38 Fotos

Der Blitzer am Bahnübergang Brüninghausen, auf halber Strecke zwischen Ohle und Teindeln, ist im Märkischen Kreis und sogar fast in ganz NRW ein Unikat. Nirgendwo sonst wird an einer Stelle, an der außerorts 30 km/h vorgeschrieben sind, dauerhaft gemessen. Nicht, weil dort die Autofahrer abgezockt werden sollen, sondern weil es in der Vergangenheit immer wieder zu Unfällen auf genau diesem Streckenabschnitt gekommen war. Der Blitzer hat sich auch im letzten Jahr bewährt. Insgesamt registrierte der Kreis exakt 13 720 Vorgänge – das sind am Tag im Schnitt rund 38 Fotos. Aber nicht alle davon konnten verwertet werden.

2. Fast 1 700 Fotos waren nicht zu verwerten

Mal ist ein Einsatzfahrzeug von Polizei oder Rettungsdienst auf dem Bild zu sehen, mal ein Motorradfahrer, der üblicherweise vorne kein Kennzeichen hat. Solche Bilder aus dem Blitzer in Brüninghausen werden ebenso nicht verwertet wie die wenigen Bilder von Autofahrern, die nicht zu erkennen sind, weil zum Beispiel der Scheibenwischer genau vorm Gesicht herwischt, als es geblitzt hat. Von den erwähnten 13 720 Aufnahmen blieben am Ende 12 028 Fälle übrig – das sind noch immer im Schnitt 33 Fotos pro Tag. Damit ist und bleibt dieser Blitzer der mit Abstand erfolgreichste im Märkischen Kreis, wenngleich sich die Zahl der Geblitzten von Jahr zu Jahr verringert hat. Die Plettenberger und die Pendler kennen den Blitzer und bewahren durch das Abbremsen vor der Säule im Zweifel auch Auswärtige vor einem Verwarn- oder Bußgeld.

3. Mit 100 km/h geblitzt – und noch Glück gehabt

Die Zahlen des Märkischen Kreises weisen am Bahnübergang einen traurigen Spitzenreiter aus, der nach dem Abzug der Toleranz (3 km/h) noch immer mit Tempo 100 unterwegs war. Das sind 70 km/h zu viel, bedeutet: zwei Monate Fahrverbot, zwei Punkte in Flensburg und 440 Euro Bußgeld. Wäre er auch nur ein km/h schneller gewesen, wäre die Strafe mit drei Monaten Fahrverbot, zwei Punkten und 600 Euro Bußgeld noch deutlich saftiger ausgefallen. Insgesamt registrierte der Blitzer sechs Fahrzeuge, die mit 91 bis 100 km/h unterwegs waren. Der mit Abstand größte Teil, nämlich über die Hälfte aller Geblitzten, wird mit 41 bis 50 km/h auf dem Tacho erwischt.

4. Auf der Gegenfahr- bahn sind 100 erlaubt

Womit sich viele Autofahrer noch immer schwer tun, ist die Geschwindigkeit auf der Gegenfahrbahn. Wer von Teindeln kommt und in Richtung Ohle fährt, sieht vor dem Bahnübergang ein Schild, das auf eine gefährliche Kurvenkombination hinweist und ein Tempo-30-Schild. Wer die Kurven und den Bahnübergang hinter sich gelassen hat, kann sofort auf Tempo 100 beschleunigen. „Ich sage meinen Fahrschülern immer, sie sollen das Gaspedal ordentlich durchdrücken, denn noch immer denken einige, dass der Blitzer auch die Gegenspur messen kann – aber das ist natürlich nicht der Fall“, erklärt Fahrlehrer Marco Berghold. Also: Am Bahnübergang 30, unmittelbar danach 100, bis bei Firma Stauff das Tempo-70-Schild kommt.

5. Die ergiebigsten Punkte für mobile Blitzer

Die mobilen Blitzer des Märkischen Kreises haben fast im Wochenrhythmus an mehreren Stellen so einige Autofahrer in Plettenberg überrascht. Die Zahlen, die aus der Flut der Ergebnisse besonders herausstachen, fanden wir zum Beispiel auf der L 697 in Oesterau. Messpunkt ist dort die 50-Zone am Orsteingang beziehungsweise -ausgang. Hier gingen dem Kreis regelmäßig Temposünder ins Netz, ebenso wie am Übergang vom Böddinghauser Weg zur Ohler Straße. Bekannte, aber für den Kreis noch immer lukrative Stellen sind außerdem die mobilen Stationen auf der Herscheider Straße in Fahrtrichtung Herscheid und im Tempo-30-Bereich am Brockhauser Weg am Eschen. Seltener, aber dafür sehr ergiebig geblitzt wurde zum Beispiel auf dem Dingeringhauser Weg. Hier kontrolliert der Kreis in Höhe des Hauses 72, wo Tempo 30 gilt.

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