Vandalismus an Schulen nimmt zu

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Die Vandalismus-Schäden an den Plettenberger Schulen haben deutlich zugenommen.

Plettenberg - Das Thema Vandalismus in den Schulen beschäftigte am Donnerstag die Mitglieder des Bau- und Liegenschaftsausschusses. In seiner letzten BuLa-Sitzung vor der Pensionierung dokumentierte Bauamtsleiter Bernd Merhofe die zahlreichen Beschädigungen an den Plettenberger Schulen.

Rausgerissene Deckenplatten, eingetretene Türen im WC- und Umkleidebereich, abgerissene Klinken, beschädigte Scharniere in der Mensa, beschmierte Schulfassaden, zersplitterte Fensterscheiben, angekokelte WC-Kabinen, abgerissene WC-Deckel, ein mutwillig verbogenes Regenrohr und ein zerkratzter TV-Bildschirm waren das Ergebnis der Auflistung.

 Bernd Merhofe bezeichnete die Beschädigungen als „Kraftprobe. Das ist schon alles nicht mehr nachvollziehbar“, befand der Bauamtsleiter. Mit WC-Papier verstopfte Toiletten sei man ja fast schon gewohnt, nicht aber die massiven Beschädigungen. „Früher war ein Lehrer eine Respektperson – heute ist das oft nicht mehr der Fall.“ Drohe man erwischten Schülern mit Strafarbeiten, bekomme man es mitunter mit einem Anwalt zu tun.

 „Was wir an den Schulen sehen, ist reine Aggression, die an irgendetwas rausgelassen wird“, bedauerte Merhofe. Peter Krieger (CDU) zeigte sich fassungslos: „Gibt es vielleicht die Möglichkeit der Videoüberwachung“, wollte er von der Verwaltung wissen. Bernd Merhofe betonte, dass man diese Möglichkeit überprüfen werde, zumal auch viele andere Schulen schon dazu übergegangen seien.

 Bürgermeister Ulrich Schulte nahm auch die Lehrer in die Pflicht: „Die Aufsichtspflicht liegt bei den Lehrern.“ Burkhard Pestka (SPD) schlug vor, ein Gespräch mit den Schulleitern zu führen und ihnen die Bilder zu zeigen. „Und auch die Kosten sollten wir aufführen“, ergänzte CDU-Fraktionschef Heiko Hillert. Monika Franckenstein (FDP) schlug in die gleiche Kerbe: „Die Schulen kommen mit ellenlangen Wunschliste und es wird immer nur genommen.“ Dabei gelte es sich auch mit der Vandalismus-Problematik auseinanderzusetzen und die Eltern mit einzubeziehen.

 Andreas Patry (UWG) bezeichnete es als „falschen Weg, dass wir hinter den Schulen herlaufen. Die Schulen müssen auf uns zukommen und nicht andersrum.“ Abschließend bat Heiko Hillert die Verwaltung zu prüfen, welche Schulgebäude in Zukunft nicht mehr benötigt werden, um Unterhaltungskosten zu sparen.

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