Öffnet Modepark Röther erst nach Attendorner Ratsentscheid?

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Die Waren müssen im Modepark Röther noch eingeräumt werden. Wann die Eröffnung stattfindet, ist derzeit noch offen.

Plettenberg - Viel Wirbel löste die Berichterstattung über die angestrebte außergerichtliche Einigung zwischen Attendorn und Plettenberg im Streit um den Modepark Röther aus. Bürgermeister Ulrich Schulte, der nach dem Bericht in dieser Zeitung von diversen Medienvertretern angefragt wurde, hatte dem ST-Artikel wenig hinzufügen, auch wenn ihm der Zeitpunkt der Veröffentlichung wenig behagte.

Wie in der  Berichterstattung bereits angedeutet, habe die Stadt Plettenberg gemeinsam mit der Röther-Geschäftsführung eine Fristverlängerung beim Verwaltungsgericht Arnsberg erwirkt. Alle Seiten hoffen aber laut Schulte, dass man keine Stellungnahme mehr abgeben muss, sondern sich außergerichtlich einigt. Dies sei das erklärte Ziel. 

Was den angestrebten Kompromissvorschlag angeht, war es allerdings die Stadt Attendorn, die sich eine Verkleinerung der Verkaufsfläche um 500 Quadratmeter wünschte. Im Gespräch, das im Plettenberger Rathaus geführt wurde und an dem auch Modepark-Geschäftsführer Michael Röther teilnahm, kam man allerdings überein, die Verkleinerung nicht in baulicher Art durchzuführen, sondern durch ein geändertes Sortiment. Richtig ist, dass das Thema Damenwäsche dabei eine tragende Rolle spielen soll. Laut Bürgermeister Schulte wartet man nun von Attendorner Seite auf konkrete Vorschläge, wie die konkrete Umnutzung aussehen soll. Die Vorschläge müssten anschließend Micheal Röther vorgelegt werden. Wenn dieser sich damit einverstanden zeige, werde der Vergleich am 12. September – einen Tag vor der ursprünglich geplanten Modepark-Eröffnung – im Hauptausschuss diskutiert. Endgültig entschieden werde über den Vergleich dann in der Attendorner Ratssitzung, die am 26. September ansteht. 

Ob eine Modepark-Eröffnung schon vorher möglich ist, oder ob die 6 000 Quadratmeter große Filiale am Maiplatz erst nach dem Ratsentscheid und dem abgesegneten Vergleichsvertrag eröffnen kann, vermochte Bürgermeister Ulrich Schulte gestern nicht zu sagen. Er wünsche sich aber, dass das konstruktive Gespräch zwischen beiden Kommunen zu einer schnelleren und weniger komplizierteren Klärung der Angelegenheit führt. „Ein Gerichtsverfahren kann langwierig und teuer werden“, so Schulte. Deshalb habe er auch zunächst das Vier-Augen-Gespräch mit Christian Pospischil gesucht, um später dann mit allen Verantwortlichen gemeinsam an einem Kompromiss zu arbeiten. Und der ist nun nun zumindest in greifbare Nähe gerückt.

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