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Volksbank-Anbau verzögert sich: Friseur bleibt länger

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Von: Georg Dickopf

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Das Team von Hairline-Inhaberin Anne Stahl (links) mit Kundin Dominika Albrecht und den Mitarbeiterinnen Ina Jantz (2.v.re.) und Helena Richow bleibt nun noch drei Monate länger im Volksbank-Komplex, weil sich der Umbau offenbar verzögert.
Das Team von Hairline-Inhaberin Anne Stahl (links) mit Kundin Dominika Albrecht und den Mitarbeiterinnen Ina Jantz (2.v.re.) und Helena Richow bleibt nun noch drei Monate länger im Volksbank-Komplex, weil sich der Umbau offenbar verzögert. © Dickopf

Anne Stahl ist Friseurin aus Leidenschaft – doch in den letzten Monaten musste sie sich um viele andere Dinge kümmern, um die Zukunft des Salons Hairline zu sichern. 

Plettenberg – Die Volksbank in Südwestfalen hatte ihr den Mietvertrag zum Jahresende gekündigt, weil der gesamte Komplex umgebaut wird und in Zukunft Platz bieten soll für eine verkleinerte, moderne Bankfiliale, ein großes Hausarztzentrum, barrierefreie Wohnungen, ein Bistro und eine Filiale der Märkischen Apotheke.

„Wir würden eigentlich gerne hierbleiben“, sagt Anne Stahl, die jetzt von Bürgermeister Ulrich Schulte und danach auch von der Volksbank die für sie erfreuliche Nachricht bekam, dass sie noch länger am Standort bleiben kann, da sich der Startschuss für den Umbau offenbar verzögere. „Es steht jetzt fest, dass wir mindestens bis Ende März 2023 hier bleiben können“, sagt Stahl, die sich schon 15 (!) leer stehende Ladenlokale im Innenstadtbereich angesehen hat. Problematisch seien dabei zumeist die Vorgaben der Arbeitsstättenverordnung.

„Ohne Personal darf man auch in der Küche die Haare schneiden, aber mit Beschäftigten sieht das anders aus“, sagt Stahl, die die Hairline-Filiale 2001 neben der Volksbank eröffnete und seit 32 Jahren selbstständig ist. „Mein Beruf ist mein Leben und der Laden hier auch“, sagt die Frisörmeisterin, die weiter nach dem für sie und ihren Mitarbeiterinnen idealen Ladenlokal sucht und zugleich hofft, dass die Stadt Plettenberg einer möglichen Neueröffnung in eigenen Räumen an der Goethestraße zustimmt. Da es sich dort um ein Wohngebiet handele, müsse sie eine Nutzungsänderung beantragen und einen Bauantrag einreichen. Sie hofft nun am Montag in einem Gespräch mit dem Verantwortlichen im Bauamt Klarheit zu bekommen, zumal es in der Straße nebenan eine Fußpflegepraxis gibt.

Dankbar ist Stahl ihren Mitarbeiterinnen und Kunden, die dem Laden die Jahre die Treue gehalten haben. Und deshalb ist die 55-Jährige auch optimistisch, die weiteren Hürden zu meistern. Und möglichst noch viele Jahre dafür zu sorgen, dass die Haare der Kunden bestens liegen und frisiert werden.

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