Außergerichtliche Einigung zwischen Attendorn und Plettenberg in Sicht

Friedenssignale im Streit um den Modepark Röther

Über dem Eingang zum Modepark Röther wird noch ein Mieter gesucht.

Plettenberg - Der Rechtsstreit zwischen Attendorn und Plettenberg, in dem es um die Größe und das Sortiment im Modepark Röther geht, wird wohl nicht durch einen richterlichen Beschluss entschieden.

Das ist zumindest das erklärte Ziel von Plettenbergs Bürgermeister Ulrich Schulte und Attendorns Stadtoberhaupt Christian Pospischil. Kurioserweise hatten beide Bürgermeister fast zeitgleich die Idee, die Hand zum klärenden Gespräch zu reichen.

 „In der Woche, in der mich Ulrich Schulte angerufen hat, wollte ich auch zum Hörer greifen und einen Termin mit ihm ausmachen“, sagte Christian Pospischil  im Gespräch mit unserer Redaktion. „Er ist mir zuvorgekommen“, so der Bürgermeister. Auf die Frage, ob er froh sei, wenn die Dauerfehde mit Plettenberg vom Tisch sei, sagte Pospischil: „Ich sehe die Chance zu einer Einigung und finde man sollte sie ergreifen.“ 

Nachdem die Stadt Plettenberg die neue Baugenehmigung mit einer auf 6000 Quadratmeter verkleinerten Verkaufsfläche vorgelegt habe, sei der Kompromiss näher gerückt. „Das ging schon in unsere Richtung“, so Pospischil, der den im Hauptausschuss zur Abstimmung stehenden Kompromissvorschlag gemeinsam mit dem Beigeordneten Carsten Graumann, Modepark-Geschäftsführer Thomas Röther und den Amtskollegen aus Plettenberg in der Vier-Täler-Stadt vorbereitete. 

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Auch wenn die Entscheidung grundsätzlich noch offen ist, betonte der Attendorner Bürgermeister am Donnerstag folgendes: „Ich würde es begrüßen, wenn es zu der erarbeiteten Lösung kommt, statt zu einer Lösung, über die das Gericht entscheidet.“ Nach der Sitzung des Hauptausschusses werde die Dringlichkeitsentscheidung am 14. September von ihm und einem CDU-Ratsvertreter unterschrieben. Auch wenn Pospischil erneut offen ließ, ob und wann er sich den Modepark Röther selbst einmal anschaut, sagte er abschließend: „Ich habe überhaupt keine Vorbehalte gegenüber Plettenberg.“

Wie Informationen der Redaktion, hat die Röther-Geschäftsführung das Plettenberger Unternehmen Immobilien Schade damit beauftragt, einen Mieter für die ehemaligen Räume der „Schlemmeria“ im Obergeschoss des Modeparks zu finden. Während man einer gastronomischen Nutzung aus nicht genannten Gründen ablehnend gegenübersteht, ist die Ansiedlung eines Einzelhandelsgeschäfts durchaus denkbar.

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