Junger Chemie-Fan aus Plettenberg plant weiter einen Weltrekord

Elefantenzahnpasta-Projekt geht in die Verlängerung -  klappt es doch mit dem Eintrag ins Guinness-Buch?

Hofft auf weitere Spenden: "Professor" Frederik Kieslich.

Plettenberg – Eigentlich wäre jetzt schon Schluss gewesen und das ambitionierte Projekt des Plettenberger Schülers Frederik Kieslich müsste als gescheitert betrachtet werden. 8000 Euro wollte der 13-jährige Nachwuchs-Professor bis Ende Juni über die Internetplattform www.start next.com/elefantenzahnpasta sammeln, um das Material für seinen im August geplanten Weltrekordversuch beschaffen zu können.

Ein gigantischer Schaumberg aus „Elefantenzahnpasta“ soll den Oestertaler Chemiefan ins Guinness-Buch der Rekorde bringen (das ST berichtete mehrfach). Dazu muss Kieslich Wasserstoffperoxid und Kaliumiodid mit Wasser, Spülmittel und Farbstoffen mischen und auf einer möglichst großen Fläche zur chemischen Reaktion bringen. Das Ergebnis ist spektakulär und gewaltig – Kieslichs Versuche im heimischen Garten zeigen ansatzweise, was im Großen passieren wird. Der zurzeit gültige Weltrekord wurde in Brasilien auf einem Sportplatz aufgestellt – ein ähnliches Terrain bräuchte der kleine Professor für sein spektakuläres Experiment.

Die Resonanz auf den Spendenaufruf war beachtlich, die Summe von 2701 Euro mit Stand von gestern reicht aber nicht aus, um die Zutaten für den Weltrekord beschaffen zu können, zumal Familie Kieslich selbst durch den eigenen Hausbau an der Ohlwiese dem Junior nicht mal eben die Mittel zur Verfügung stellen kann. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt, die Crowdfunding-Aktion läuft auch im Juli noch weiter. Redakteur Michael Jeide sprach mit Professor Kieslich.

Frederik, deine Aktion geht jetzt doch noch in die Verlängerung. Wie ist es dazu gekommen?

Ich habe bei Startnext angefragt, ob ich eine Verlängerung bis zum 18. Juli bekommen kann, weil ich im Lauf dieser Woche noch Spenden in Höhe von 1 000 Euro erwarte. Ich habe mit vielen Firmen gesprochen und dieses Geld ist mir zugesagt worden.

Das wären dann rund 3 700 Euro... Wie optimistisch bist Du, dass es tatsächlich noch klappt?

Ich bin noch relativ optimistisch, hätte ja fast die Hälfte der Summe zusammen. Das Problem ist aber: Wenn ich die 8 000 Euro nicht erreiche, bekomme ich gar nichts. Aber es gibt die Möglichkeit, das Projekt sogar noch ein zweites Mal zu verlängern.

Dann hättest Du ja eventuell bis zum Ende der Sommerferien Zeit. Nach RTL hat ja jetzt auch der WDR über dich berichtet.

Ja, und nach dem Beitrag des WDR in der Lokalzeit Südwestfalen, der am vergangenen Samstag gezeigt wurde, hatte ich einen Tag später schon 30 neue Abonnenten bei YouTube. Mit Sat1 werde ich noch telefonieren. Also einen gewissen Bekanntheitsgrad habe ich jetzt schon...

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