Unternehmen aus dem MK muss Standort schließen: 110 Jobs weg

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Das Frauenthal-Werk in Plettenberg bleibt erhalten - das Werk in Rosswein schließt.

Die Firma Frauenthal Powertrain hat weiterhin mit finanziellen Problemen zu kämpfen. Nachdem vor rund drei Monaten die Befürchtung die Runde machte, dass das Werk in Plettenberg schließen könnte, gibt es nun mehr Klarheit.

In einer Mitteilung des Unternehmens wird angekündigt, dass sich Frauenthal in Zukunft auf das Werk in Plettenberg konzentrieren und dafür das Werk im sächsischen Roßwein zum 31. Dezember dieses Jahres schließen werde. „Das Geschäft der Frauenthal Powertrain GmbH hat sich leider sehr rückläufig entwickelt. Das Geschäftsjahr 2020 wird die Frauenthal Powertrain GmbH mit hohem Verlust abschließen. Große Auftragsverluste aus der Vergangenheit konnten durch neu gewonnene Aufträge bei Weitem nicht kompensiert werden. Die aktuelle Corona-Krise hat diese Entwicklung beschleunigt“, heißt es in der Mitteilung vom Frauenthal-Management. 

Aus diesen Gründen sei die langfristige Zukunftsfähigkeit nur durch eine Konzentration in Plettenberg und eine Schließung in Roßwein sicherzustellen. „Am traditionsreichen Standort in Roßwein sind derzeit circa 110 Mitarbeitende beschäftigt“, heißt es. „Der Wirtschaftsausschuss und der Betriebsrat des Werkes Roßwein sind am 3. September über diese Planungen informiert worden. Die Verhandlungen mit dem Betriebsrat des Werkes Roßwein starten in Kürze. Ziel ist es, schnell Klarheit über die notwendige Maßnahme für die Mitarbeitenden in Roßwein zu schaffen und durch Vereinbarung mit dem Betriebsrat die mit der Betriebsänderung verbundenen wirtschaftlichen Nachteile für die Mitarbeitenden zu mildern.“

 Und weiter: „Uns ist bewusst, dass diese Maßnahme für alle Mitarbeitenden in Roßwein sehr schmerzlich ist und wir bemühen uns um eine sozialverträgliche Lösung. Dieser Schritt ist jedoch für die langfristige Zukunftssicherung der Frauenthal Powertrain GmbH leider unausweichlich. Im Werk Plettenberg sind wir mit unserem Zukunftspakt, der einen Mitarbeiterbeitrag im Rahmen eines firmenbezogenen Verbandtarifvertrages vorsieht, bereits auf einem guten Weg“, wird Geschäftsführer Amit Bedi in der Mitteilung zitiert. 

„Mittelfristig soll durch die höhere Auslastung der Kapazitäten das Werk Plettenberg gestärkt und in eine positive Ertragszone geführt werden.“

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