Verkehrsteilnehmerin beschimpft Einsatzkräfte 

Unfall: Frau in Lebensgefahr - Feuerwehr ärgert sich über dreiste Bemerkung

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Verkehrsunfall an der Affelner Straße.

Plettenberg - Was für manchen wie ein Witz klingt, hat sich am Montagmittag an der Affelner Straße abgespielt: Während die Einsatzkräfte der Feuerwehr ums Leben eines Unfallopfers kämpfen, regt sich eine Verkehrsteilnehmerin auf dreiste Art und Weise über die Sperrung der Feuerwehr auf und beschimpft die Retter.

"Verkehrsunfall an der -Affelner Straße-, unklare Lage, eine Person noch im Pkw", lautete die Meldung der Leitstelle in Lüdenscheid gegen Mittag. 

"Zur Unterstützung kommen ein Notarzt aus Altena und ein Rettungswagen aus Balve", so der ergänzende Funkspruch. Vor Ort angekommen stellte sich die Situation wie folgt dar: Ein Pkw war nach ersten Erkenntnissen die Affelner Straße talabwärts gefahren, im Abzweigbereich zur Randstraße aus der Kurve geraten und dort mit der Leitplanke kollidiert.

Frau reagierte nicht mehr

Im Fahrzeug befand sich eine Frau, welche von zwei Ersthelfern betreut wurde. Zunächst musste das Fahrzeug von den Rettungskräften gegen das Wegrollen des Fahrzeugs gesichert werden. Da die Frau nicht mehr reagierte, wurde sie unmittelbar von der Feuerwehr aus dem Pkw gezogen. 

"Es bestand zunächst Lebensgefahr, die Frau war anfangs in einem sehr kritischen Gesundheitszustand", so ein Sprecher der Feuerwehr. 

Die vier ausgebildeten Rettungsassistenten der Löschfahrzeugbesatzung, leiteten noch auf der Straße bis zum Eintreffen der Kolleginnen und Kollegen aus Balve und Altena die medizinische Erstversorgung ein (die Plettenberger Kräfte waren in Paralleleinsätzen gebunden). 

Die Frau wurde, nachdem die Transportstabilität im Balver Rettungswagen hergestellt war, wenig später in das Klinikum Lüdenscheid gebracht.

Polizei muss Rätsel lösen

Was genau den Gesundheitszustand und die Unfallursache ausgelöst hatte und ob möglicherweise beides in einem Zusammenhang stehen, bleibt nun Ermittlungsarbeit der Polizei. 

Zur Höhe des bei dem Unfall entstandenen Sachschadens kann die Feuerwehr keine Auskunft erteilen.

"Das wurde auch Zeit.."

Die Affelner Straße war während der Rettungsarbeiten für gut eine halbe Stunde voll gesperrt.

Unschön fand der Einsatzleiter der Feuerwehr den Kommentar einer im Stau wartenden Autofahrerin, der diese freundlicherweise darüber aufklären wollte, dass die Straße in vermutlich 10 Minuten wieder freigegeben würde.

 "Das wurde auch Zeit, ich habe nämlich langsam Durst", so ihr kopfschüttelndes Unverständnis über die Sperrung.

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