Schnelltestcentrum in Böddinghausen

Frage zum Drive-in-Impfen geklärt

Gerd Fahle war mit seinen Kutschpferden ein seltener Gast an der Schnellteststation, an der sich bisher 25 000 Bürger testen ließen.
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Gerd Fahle war mit seinen Kutschpferden ein seltener Gast an der Schnellteststation, an der sich bisher 25 000 Bürger testen ließen.

Die Stadt Plettenberg hat rund 25 000 Einwohner. Und genau diese Gesamtzahl an Schnelltests wird voraussichtlich am Mittwoch im Drive-in-Testcenter auf dem Aquamagis-Parkplatz in Böddinghausen erreicht.

Plettenberg - In gerade einmal drei Monaten wurde diese Zahl an Schnelltest jeweils durch das Autofenster durchgeführt. Zugute kam der vom Instititut für Arbeitsmedizin (IFAM) und der Prange Gesundheit betreuten Einrichtung der frühe Start Anfang März. Nur das DRK startete vor Ort zwei Tage früher. Mittlerweile haben sich die Besuchermassen ein wenig mehr auf die zahlreichen Testzentren verteilt, doch noch immer werden auch an normalen Werktagen über 250 Tests in Böddinghausen durchgeführt. „Am Mittwoch vor dem Feiertag gab es hier einen riesigen Ansturm und über 500 Besucher“, berichtete Dörte Kaul-Hentschel, die zum Team der fleißigen Helfer zählt.

Jeder Test wurde dokumentiert

Um von Anfang an jegliche Unstimmigkeiten bei der Abrechnung auszuschließen, wird jeder Testvorgang nach den Worten von Ifam-Geschäftsführer Moritz Marl dokumentiert. Entweder in Papierform oder digital über die Cov-Check-App. „Vom ersten Tag an haben wir alles abgeheftet, zumal bei der Abrechnung keine großen Vorgaben gemacht wurden.“ Als Steuerbüro habe man den eigenen Anspruch, alles korrekt nachweisen zu können. „Wir können jeden einzelnen Schnelltest dokumentieren. Eigentlich müsste das selbstverständlich sein“, sagt Moritz Marl, der sich freut, dass das Drive-in-Testzentrum auch nach der für den 1. Juli geplanten Wiederöffnung des Aquamagis am Standort bleiben kann.

Anderer Teil des Parkplatzes wird genutzt

„Wir werden einen etwas anderen Teil des Parkplatzes nutzen und die Anmeldung ein Stück verlegen. Ansonsten bleibt alles wie bisher“, so der Ifam-Geschäftsführer. Nicht umsetzen lassen sich hingegen die Pläne für das Impfen per Drive-in. „Das ist von der Genehmigung her über die Kassenärztliche Vereinigung einfach zu komplex in der Umsetzung“, bedauert Marl. Stattdessen arbeite man nun an einem stationären Impfangebot in Plettenberg. Doch ob dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, hänge entscheidend von der Zusage entsprechender Impfstoffmengen ab. Bereits seit Dienstag werden in der Ifam-Zentrale in Neuenrade Firmenangehörige geimpft. In der nächsten Woche werde man zusätzlich auch vor Ort in Betrieben impfen.

Fleißig geimpft wird auch im neuen Hausarztzenrum am Grafweg. In dieser Woche habe man aber nur 36 Dosen Biontech und zehn Dosen Johnson & Johnson bekommen. „Die Ausgabezahl für die Impfungen ist völlig willkürlich“, bedauert Marl. Das mache es auch schwierig, den Patienten auf der Warteliste verlässliche Angaben zum Impftermin zu machen.

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