Bussard greift  Jogger vier Mal an

Ein solcher Bussard griff den Jogger an.

Plettenberg - Eigentlich wollte der Plettenberger Siggy Enders nur seine sportliche Laufrunde im Bereich Saley beenden, doch dann kam es am Sonntag gegen 14 Uhr zu einem Zwischenfall. Ein Bussard, der in unmittelbarer Nähe offenbar gerade seine Jungen aufzieht, sah sich von dem Jogger offenbar gestört und griff den Plettenberger aus der Luft an

„Der Vogel kam auf dem Singletrail in Richtung Schibecker Weg plötzlich lautlos von hinten angeflogen“, berichtete Enders. Dabei zog er sich leichte Verletzungen an Hinterkopf und Schläfe zu. Als der Plettenberger registrierte, dass ihn ein Greifvogel angriff, schnappte er sich einen Stock und wehrte drei (!) weitere Angriffe des Bussards ab, der den Jogger auf einer Länge von rund 200 Metern attackierte. 

Der Vorfall ereignete sich knapp 1 000 Meter vor den Gartenanlagen im Bereich Schibecke – einem Teilstück des P-Weg-Halbmarathons. Der für den Bereich zuständige Förster Henning Stolz verwies gestern auf die aktuelle Brut- und Setzzeit der Greifvögel. 

„Dieses Exemplar scheint aber auch Gefallen daran gefunden zu haben. Solche Angriffe sind nicht der Standard“, erklärte der Förster, denn Bussarde seien eher „Angsthasen“, die den Kontakt mit Menschen meiden würden. „Wer ängstlich ist, sollte den Schibecke-Trail aktuell nicht nutzen“, rät Stolz. Allen anderen empfiehlt er – wie Siggy Enders – ohne Kopfhörer zu laufen und den Blick in dem Bereich häufig nach oben und auch nach hinten zu richten, um rechtzeitig mitzubekommen, wenn Unheil aus der Luft naht. 

„Eulen fliegen lautlos, aber Bussarde stoßen manchmal einen Warnruf aus, bevor sie angreifen“, sagt Stolz. Bei Siggy Enders erfolgte der Angriff des Bussards allerdings nahezu lautlos und offenbar im gezielten Angriffs-Gleitflug. 

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