Förderverein Ahe-Hammer nach Rücktritt ohne Vorstand

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Herscheid - Der Ahe-Hammer schlägt wieder – das war die positive Nachricht des Denkmaltages. Die negative Kehrseite: Der Förderverein des Industriedenkmals, einst geleitet von lokalen Akteuren, scheint in die Aktivitäten in der Schwarzen Ahe nicht eingebunden zu sein.

Diesen Eindruck hat zumindest Dr. Klaus Hüttebräucker. Bis zum 3. Juli leitete der Herscheider die Geschicke des Vereins, ehe er sein Amt aufgrund aktueller Entwicklungen niederlegte. Zu den Hintergründen sagte er gestern auf Anfrage der Heimatzeitung: „Ein Ehrenamt soll Spaß machen.“ Genau diese Freude scheint Dr. Hüttebräucker zuletzt im Förderverein genommen worden zu sein. Zur Erinnerung: Die Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur mit Sitz in Dortmund übernahm den Hammer Anfang 2013. Herscheider und Werdohler Heimatfreunde gründeten daraufhin den Förderverein Osemunddenkmal Ahe-Hammer, mit dem Ziel, der Öffentlichkeit dessen Historie und Technologie zu vermitteln.

„Dieses Ziel konnten wir aber nie erreichen“, bedauert Dr. Hüttebräucker. Die von der Stiftung vorangebrachte Sanierung des Ahe-Hammers zog sich über sechs Jahre hin. Zwischenzeitliche Anfragen von Besuchergruppen, die den Hammer besuchen wollten, musste der Förderverein nach Rücksprache ablehnen – die Stiftung begründete dies mit Sicherheitsbedenken. Lediglich im Beisein eines Stiftungsmitgliedes konnten Vorführungen (wie am Sonntag) stattfinden.

Die vereinbarte Auflage, dass der Förderverein Spendengelder in Höhe von 65 000 Euro für die Bezuschussung des Betriebes akquirieren soll, wurde somit zu einer unüberwindbaren Hürde. „Ohne eine Öffnung des Hammers ist das für uns unmöglich“, betont Dr. Hüttebräucker.

Hinzu kamen personelle Probleme. Nach dem plötzlichen Tod des Vorsitzenden Siegfried Griebsch fand sich kein Nachfolger. Dr. Klaus Hüttebräucker übernahm dessen Aufgaben als zweiter Vorsitzender kommissarisch, jedoch nur unter der Voraussetzung, dass sich weitere Vorstandsmitglieder mit einbringen. Genau das Gegenteil war der Fall: Ohne Nennung von Gründen traten der bisherige Geschäftsführer und der Vertreter des Werdohler Heimatvereins aus dem Förderverein aus, sagt Dr. Hüttebräucker. Das brachte für ihn das Fass zum Überlaufen.

Nach seinem Rücktritt verbleibt vom engeren Kreis des Vorstandes des Fördervereins lediglich Kassenwart Bernd Neuhaus. Die Vereinsaktivitäten sind vorerst zum Erliegen gekommen. Wie es mit dem Förderverein weitergeht, darüber soll bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung Anfang November gesprochen werden.

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