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Förderung „nach unseren Regeln“: Mini-PV-Anlagen für Private

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Von: Georg Dickopf

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Mini-PV-Anlagen werden in Plettenberg gefördert.
Mini-PV-Anlagen werden auch „Balkonkraftwerk“ genannt und sollen in Plettenberg sogar gefördert werden. © ST-Foto

Nicht nur die Preise für Gas schießen durch die Decke – auch der Strom ist deutlich teurer geworden. Abhilfe bieten mittlerweile Anbieter, die Mini-PV-Anlagen für den Balkon anbieten, die eine eigene Stromerzeugung auch in Innenstadtlage ermöglichen.

Plettenberg – Bürgermeister Ulrich Schulte wollte in der letzten Ratssitzung wissen, ob eine Bezuschussung solcher Anlagen in Höhe von 100 Euro gewünscht sei.

Im Rahmen der darauffolgenden Diskussion fragte CDU-Ratsherr Patrick Hansmann, ob man solche Anlagen einfach so am Balkongeländer montieren dürfe.

Planungsamtsleiter Till Hoffmann gab zu verstehen, dass dies bei PV-Anlagen durchaus möglich sei, es aber Einschränkungen gebe. Die Stadt plane eine Richtlinie für ein einheitliches Design solcher Anlagen. Gleichwohl gebe es aber durchaus auch Gestaltungsspielraum.

Peter Krieger (CDU) fand mögliche Einschränkungen unpassend. „Uns hat die Zeit da überholt“, so Krieger, der beantragte, die Satzung über die Gestaltung baulicher Anlagen, Werbeanlagen und unbebauter Flächen in der Innenstadt zu überarbeiten. Versperrte Sichtachsen dürften dabei keine Rolle spielen, so Krieger.

Hoffmann gab zu verstehen, dass sogenannte Balkon-Mini-Kraftwerke bei der Ausarbeitung der Satzung noch gar nicht bekannt gewesen seien. „Es geht darum, Missbrauch zu verhindern.“ Hoffmann weiter: „Wenn jemand eine Förderung haben will, muss er nach unseren Regeln spielen.“

Abschließend bat Bürgermeister Schulte Ratsherr Peter Krieger um einen schriftlichen Antrag zur Bearbeitung.

Entgegen der ursprünglichen Vorlage beschloss der Rat letztlich einstimmig die Einrichtung eines Programms zur Förderung von Mini-Photovoltaikanlagen. Die Verwaltung wurde beauftragt, zu diesem Zweck eine Förderrichtlinie zur nächsten Ratssitzung vorzubereiten.

Abschließend regte CDU-Fraktionschef Patrick Hansmann an, zukünftig acht Sitzungen des Rates und vier Sitzungen des Haupt- und Finanzausschusses pro Jahr abzuhalten, anstatt jeweils sechs Sitzungen. Dieser Vorschlag fand Zustimmung bei den Ratsmitgliedern.

Statt der ursprünglich vorgelegten Terminliste der Sitzungen soll nun bis zur nächsten Ratssitzung eine überarbeitete Version vorgelegt werden.

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