Generationswechsel beim Eiringhauser Biergericht eingeläutet

Fliegende Könige & Abschied von verdienten Größen

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Die Flying Kings sorgten gestern für den fulminanten Abschluss der Äggeriner Biergerichtssitzung. Ohne Zugabe ließ das Publikum die tanzenden Altmajestäten nicht von der Bühne. 

Plettenberg - Über dreieinhalb Stunden lang tagte gestern das Eiringhauser Biergericht und stand dabei unter einem ganz besonderen Motto. 

„Wechseljahre“ lautete die Devise und das hatte seinen Grund, denn gleich eine ganze Handvoll verdienter Schöffen nahm gestern Abschied von der Biergerichtsbühne. Präsidentin Doris Schauer stand zwölf Jahre an der Spitze und wirkte 35 Jahre im Biergericht mit – ihr wurde von den Schützen ein rührender Abschied bereitet.

Zunächst durfte oder musste sie – je nach Betrachtungsweise – mit jedem der 21 Schöffen mit einem Schnaps auf den Abschied anstoßen. Danach gab es noch jede Menge Rosen von den ehemaligen Königinnen und den Altmajestäten und eine sichtlich gerührte Doris Schauer bedankte sich zum Abschluss bei allen aktiven und ehemaligen Biergerichtsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit. 

Äggeriner Schützen sorgen für Lacher im Schützenzelt

„Du hast mehrfach unter Beweis gestellt, dass Du das Biergericht in gute Bahnen lenken kannst und hast die Biergerichts-Meute über viele Jahre mit viel Humor und Einfallsreichtum zusammengehalten“, sagte Stellvertreter Carsten Göbel, der am Ende der Sitzung die Amtskette von Doris Schauer übernahm und gemeinsam mit dem Nachwuchs um Katrin Schmidt und Andre Böcker auch in die Zukunft führen will. 

Neben Doris Schauer absolvierten gestern auch Michael Schauer, Uwe Schmidt, Dirk Hagedorn und Nicole Pätzold ihren letzten Auftritt beim Eiringhauser Biergericht. Vor allem die spitze Zunge von Nicole Pätzold dürfte nach 18 Jahren manch einer vermissen, denn als „Fritz von der Wiese“ nahm sie auch diesmal kein Blatt vor den Mund (Infokasten), freute sich aber auch über die erfolgreichen Veranstaltungen in Eiringhausen: „Selbst in der Zeitung stand’s geschrieben: Johannimarkt im Sommer muss man lieben.“ 

Lieben muss man auch die „Flying Kings“, die adrett gewandete Horde an Altmajestäten, die einmal mehr das Festzelt zum Kochen brachten. Doch auch die „Tanzgazellen“ und die amüsanten Verurteilungen ließen die Zeit bei der fast vierstündigen Sitzung recht schnell vergehen. Das Biergericht ist zwar in den Wechseljahren, aber es geht weiter.

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