Zwei Bienenstöcke gehören neuerdings mit zum Ohler Unternehmen

Firma Alte stellt 100 000 Mitarbeiter ein

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Stefanie Erbrich-Falbe (Vertriebsmitarbeiterin), Frank Schmidt (Geschäftsführer) und Dirk Alte (Geschäftsführer) (v.li.), freuen sich über die 100 000 kleinen Mitarbeiter der Firma Beefuture.

Plettenberg -  „Schon Albert Einstein sagte einmal: Wenn die Biene von der Erde verschwunden ist, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Mit diesem Zitat startete Inhaber Frank Weiß von der Firma Beefuture seinen Vortrag zum Bienensterben. Er hat es sich mit seinem Unternehmen zur Aufgabe gemacht, dem Insektensterben entgegenzuwirken, und ist bei Firma Wilhelm Alte auf offene Ohren gestoßen.

„Man hört und liest ja immer mehr davon, dass die Insekten aussterben und was das für uns und unsere Umwelt bedeuten würde“, erklärt Geschäftsführer Dirk Alte. Deshalb habe er sich dafür entschieden, die Firma Beefuture zu engagieren, um selbst aktiv einen kleinen Beitrag zu leisten. Die Firma Beefuture betreibt nachhaltigen Natur- und Umweltschutz mit Hilfe von Unternehmen und deren Investitionen in Bienenvölker. „Denn die biologische Artenvielfalt soll auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben“, wie Geschäftsführer Frank Weiß klarstellte. Diese Woche haben Mitarbeiter seiner Firma zwei Bienenstöcke im Außengelände der Firma Alte in Ohle aufgebaut, um die auch schon ordentlich Betrieb herrscht.

 Die Bienenvölker sind bereits fleißig damit beschäftigt, ihrer Aufgabe nachzukommen und zu produzieren. Insgesamt sind es nun 100 000 kleine Mitarbeiter mehr, die zur Firma Alte gehören. „Honig ist weit mehr als nur der Geschmack. Honig hilft zur Wundheilung, erhält 22 wertvolle Aminosäuren und ist Krebshemmer“, so der Experte Frank Weiß von Beefuture: Anfang der 50er Jahre habe es noch rund zwei Millionen Bienenvölker in Deutschland gegeben. 2015 seien es schon nur noch 690 000 gewesen. Als Gründe gelten unter anderem der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft, eintönige Landschaften, fehlende Nahrungsquellen, der Verlust des natürlichen Lebensraums der Tiere und Parasiten wie die Varroamilbe. „Daran kann man sehen, dass die Menschen nicht auf Einstein gehört haben, um die Bienenpopulation zu schützen. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht dafür zu sorgen, dass die Biene nicht ausstirbt“, so Weiß. Er erklärte, warum mit dem Aussterben der Biene auch die Menschheit irgendwann nicht mehr überleben könnte. 

Die Tiere bestäuben rund 80 Prozent unserer Nutz- und Wildpflanzen. Wenn es nicht gelingt, die Bienenbestände zu halten, und die Insekten aussterben, hätte dies nach Ansicht von Forschern fatale Folgen für den Menschen, da weniger geerntet werden könnte. Die Firma Alte hat mit ihren zwei Bienenstöcken ein Zeichen gesetzt. „Wir können damit nicht die Welt retten, allerdings können wir damit anfangen, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen“, so Dirk Alte. Pflegen müssen die Bienen übrigens nicht die Beschäftigten der Firma – Imker von Beefuture übernehmen alle anfallenden „Arbeiten“ und auch die Honigernte, die einmal im Jahr erfolgen soll. 

„Wir müssen Verantwortung für die Bienen übernehmen, denn der Mensch braucht die Biene, genauso wie sie den Menschen braucht“, appellierte Frank Weiß. Er und seine Kollegen wünschen sich, dass noch viele weitere Firmen in der Region investieren und ihren Beitrag leisten.

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