„Das war eine echte Materialschlacht für uns“

Dura-Brand: Feuerwehr hat noch lange mit den Nachwirkungen des Großbrandes zu tun

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Die Feuerwehr Iserlohn übernimmt die Reinigung und Befüllung der verbrauchten und verschmutzten Ausrüstungsgegenstände. Ein ganzer Lkw wurde gestern beladen. 

Plettenberg - Ein großer Lkw der Feuerwehr Iserlohn stand gestern auf dem Gelände der Feuer- und Rettungswache am Wall und wurde mit mehr als einem Dutzend Rollwagen beladen. 

„Wir müssen über 150 Löschschläuche und 70 Atemschutzgeräte reinigen lassen“ betonte Frank Hinkelmann, stellvertretender Leiter der Feuerwehr. „Da war eine echte Materialschlacht“, so der Stadtbrandinspektor zu den Auswirkungen des Dura-Großbrands.

Der Großeinsatz, an dem in der Nacht von Samstag auf Sonntag über 200 Einsatzkräfte der Plettenberger Feuerwehr sowie der Wehren aus den Städten Lüdenscheid, Attendorn, Herscheid und Werdohl beteiligt waren, verlangte den Beteiligten alles ab. „Dieser Einsatz war nicht ohne. Dabei geht es für den Einsatzleiter und die Wehrleute immer auch darum, die Grenze zu finden, wie weit man an das Feuer herangehen kann“, betonte Hinkelmann, der selbst in der Brandnacht von Iserlohn aus nach Plettenberg eilte. 

Hier geht's zur Berichterstattung über den Dura-Brand

Nacheinander leitete er gemeinsam mit Wolfgang Menzebach und Frank Brill den Einsatz vor Ort. Dabei ging es auch darum, die Wehrleute aus den Nachbarstädten entsprechend einzuweisen, damit diese die erschöpften Feuerwehrleute aus Plettenberg ablösen konnten. „Das hat alles gut geklappt. Die Grundlagen sind bei allen gleich, egal woher sie kommen“, sagte Hinkelmann, der selbst erst am Samstag gegen 16 Uhr sein Zuhause erreichte – zu diesem Zeitpunkt war er 35 Stunden auf den Beinen. 

Brand bei Dura in Plettenberg

„Es war schon gut, dass wir vom DRK in der Nacht mit Kaffee, Brötchen und anderen Dingen versorgt wurden“, sagte der Stadtbrandinspektor. Und mit Blick auf das stark ausgedünnte Materiallager der Feuerwehr war er froh, dass es am Wochenende keine weiteren Großeinsätze gab. „Dann wäre es langsam eng geworden.“ Die Nachbereitung des Großeinsatzes werde noch rund zwei Wochen dauern. Erst dann habe man die Ausgangslage wieder hergestellt.

Der Morgen nach dem Dura-Brand

Ob und wie die entstandenen Schäden an Fahrzeugen und Einsatzmitteln später ersetzt würden, sei aktuell nebensächlich, müsse aber ebenfalls noch geprüft werden.

Hier berichten Anwohner vom Dura-Brand

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