Am frühen Morgen in Plettenberg-Holthausen

Feuer im Plettenberger Wohnhaus: War es Brandstiftung?

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Die Flammen fraßen sich über einen Balkon bis zur Traufe des Daches. (Klick auf das Kreuz rechts oben im Bild für eine Ansicht des gesamten Motivs.)

[Update, 16.50 Uhr] Plettenberg - Der Brand in einem Wohnhaus in Plettenberg-Holthausen, der in den frühen Stunden des Donnerstags die Feuerwehr beschäftigte, ist womöglich gelegt worden. Ein Sachverständiger ermittelt.

Vier Bewohner, drei Hunde und sieben Kleintiere haben den Brand eines Wohnhauses am Donnerstagmorgen glücklicherweise unbeschadet überstanden. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte der hintere Teil des Hauses lichterloh vom Keller bis zum Dach gebrannt.

Gegen 4.45 Uhr waren die Einsatzkräfte nach Holthausen ausgerückt. Vier Personen und drei Hunde hatten das Haus da bereits verlassen und wurden von Nachbarn betreut. Sieben Kleintiere galten einem Bericht der Plettenberger Wehr zufolge zunächst als vermisst, konnten im Verlauf des Einsatzes aber gefunden werden. Alle überstanden den Brand unbeschadet. 

Nach ersten Erkenntnissen war der Brand vermutlich auf der Terrasse des Hauses ausgebrochen. Die Flammen hatten rasch um sich gegriffen und die Fenster der Kellerwohnung zum Platzen gebracht; so konnten die Flammen auf das Haus übergreifen. 

Das Feuer fraß sich über einen darüber befindlichen Balkon schnell bis zur Traufe des Dachstuhls. 

Kellerwohnung, Dach und Außenfassade stark beschädigt

Die Feuerwehr brachte die Flammen durch einen umfangreichen Löschangriff im Innen- und Außenbereich des Hauses schnell unter Kontrolle. Dennoch seien die Kellerwohnung, das Dach und die rückwärtige Außenfassade des Hauses stark in Mitleidenschaft gezogen, so eine erste Bilanz.

Bei dem gescheiterten Versuch des Wohnungsinhabers, den Brand mit einem Feuerlöscher unter Kontrolle zu bringen, hatte der Mann Rauchgase eingeatmet. Er wurde noch vor Ort von einem Notarzt untersucht, weder er noch einer der anderen Bewohner musste ins Krankenhaus gebracht werden. 

Letzte Kräfte um 7 Uhr eingerückt

Die Feuerwehr beendet die umfangreichen Nachlöscharbeiten um 6.30 Uhr. Die 26 Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache, aus Holthausen und Oestertal rückten um 7 Uhr ein. 

Vor Ort waren auch Polizeibeamte der Plettenberger Wache. Sie riefen die Kollegen der Kriminalwache aus Lüdenscheid hinzu, die ihre Arbeit hinsichtlich eventueller Brandstiftung aufnahmen. Dass fremde Personen den Brand gelegt haben könnten, sei nicht auszuschließen, bestätigte die Polizei. Weil der Brandherd außerhalb des Gebäudes lag, ist dieser Verdacht nicht unberechtigt.

Es wird jetzt mit Hilfe eines Brandsachverständigers nach der genauen Ursache ermittelt. Der Sachschaden wird von der Polizei auf einen sechsstelligen Geldbetrag geschätzt.

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