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Ist Co-Working die Zukunft? Mehr Büroflächen gefordert

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Von: Christos Christogeros

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Im Gebäude Frankfurter Straße 50 soll der „Denkhof“ entstehen.
Der „Co-Working-Space“ an der Frankfurter Straße in Halver. Etwas ähnliches könnte sich die FDP auch für Plettenberg vorstellen. © Florian Hesse

Neue Arbeitsformen wurden vor allem durch die Corona-Pandemie begünstigt – auch das sogenannte „Co-Working“, bei dem Freiberufler und kleinere Startups kleinere Büroflächen in größeren Räumen mieten. Doch diese Flächen müssen erstmal geschaffen werden.

Plettenberg - Die Plettenberger FDP vermutet, dass auch der zunehmende Glasfaserausbau die Nachfrage nach Büroflächen vergrößern wird. Darauf sollte sich die Stadt Plettenberg vorbereiten. Auch durch den Brückenneubau auf der A 45 würde es Unternehmen geben, die ihren Mitarbeitern das Pendeln ersparen wollten und daher Bürofläche extern anmieten würden. Doch nicht jeder Mitarbeiter besitze die Möglichkeit, im Homeoffice mit der nötigen Ausstattung zu arbeiten. „Co-Working-Spaces“ seien daher ein wichtiger Faktor mit Zukunftspotential.

Die Stadt Halver habe das mit der Zusammenarbeit mit einem Co-Work-Anbieter vorgemacht und hier eine Probephase mittlerweile erfolgreich abgeschlossen. Wegen des Erfolgs überlege man, das Projekt des Denkhofes zu verlängern.

Durch den Besuch der FDP bei einem Co-Working-Projekt in Iserlohn, hätten sich die heimischen Liberalen konnten von den Vorteilen des Projekts, das dort vor fünf Jahren gegründet wurde, überzeugen lassen. 130 Co-Worker arbeiteten mittlerweile an den Standorten in Olpe und Iserlohn zusammen. In Iserlohn hätten sich hierdurch Kooperationen untereinander gebildet und es wurden sogar Ideen für neue Start-Ups am „Kaffeetisch“ entwickelt.

Ziel für Plettenberg müsse es sein, dass sich diejenigen Start-Ups, Selbstständige und Unternehmen, die keine eigenen Büros mehr zur Verfügung stellen können, zukünftig in Plettenberg an einem Standort Flächen anmieten können. Durch diese Büroräumlichkeiten halte man die Ideengeber auch im Ort.

Um dies umzusetzen, würden sich zum Beispiel Containerlösungen anbieten. Dies sei nach FDP-Informationen allerdings mit hohen Kosten verbunden. „Wir schlagen daher am Anfang eine kleinere Version vor, um den wirklichen Bedarf in Plettenberg erst einmal herauszufinden. Dabei sollten einzelne Arbeitsplätze, Büros und Besprechungsräume zur Verfügung gestellt werden, die mit Mobiliar und Internetanschluss ausgestattet sind und flexibel täglich, monatlich oder jährlich angemietet werden können“, heißt es im Antrag der FDP an den Rat der Stadt Plettenberg.

In der Plettenberger Innenstadt gebe geeignete Räume und Eigentümer, die der Idee offen gegenüberstünden. Hier sei insbesondere die zentrale Lage in der Innenstadt ein toller Vorteil für alle Büromieter.

Soweit die Hauseigentümer das Projekt nicht alleine stemmen könnten, sollte die Stadt dieses Projekt finanziell und organisatorisch unterstützen. „Die Vorteile für uns als Stadt halten wir für groß und die Risiken sind als gering zu bezeichnen“, heißt es weiter.

Daher fordert die FDP, die Verwaltung damit zu beauftragen, eine Förderung von „Co-Working-Spaces“ in der Innenstadt durch das Sofortprogramm Innenstadt zu prüfen und gegebenenfalls einen entsprechenden Antrag zu stellen beziehungsweise den Hauseigentümer bei einer Antragstellung zu unterstützen.

Soweit das Sofortprogramm Innenstadt keine Fördermöglichkeit ergibt, sollten andere Förderprogramme geprüft werden, um das Projekt zu ermöglichen. Denkbar sei für die FDP auch, dass die Stadt, sollte dies für eine Förderung nötig sein, auch als (Zwischen-)Mieter für zwei Jahre auftreten könne.

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