Besonders die Abendveranstaltungen kommen gut an

Fazit: PleWo trotz Regen ein Erfolg

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Mit dem Sternfackellauf wurde die 41. PleWo eröffnet. 

Plettenberg – Mit einem verregneten Sonntag ging die 41. Plettenberger Woche Am Sonntag zu Ende. Die Bilanz für die erste PleWo der KulTour GmbH fiel dennoch positiv aus.

Freitag und Samstag liefen super. Und auch die beiden Abendveranstaltungen waren bestens besucht und sorgten für ordentlich Stimmung bei den Besuchern am Ausweich-Standort Maiplatz. „Ein tolles Wochenende – bis auf die zwei Stunden am Samstag“, fasste Moderator Daniel zusammen. Am späten Samstagabend musste die Party wegen Unwetter abgebrochen werden. KulTour GmbH-Betriebsleiterin Sylvia Eick schloss sich den Worten an.

 „Die PleWo war mega“, sagte sie und lobte ihr Team für die Organisation. Und die war nicht einfach – nicht zuletzt, weil der Veranstaltungsort nicht von vornherein feststand. „Das haben sie hervorragend hingekriegt“, lobte auch Bürgermeister Ulrich Schulte, bevor es für ihn ernst wurde. Denn es galt den Zapfhahn in das Freibier-Fass von Veltins zu hauen. Letztes Jahr brauchte es vier Schläge. In diesem Jahr gelang es dem Stadtoberhaupt mit zwei. Mit einem breiten Lächeln stemmte er das Riesen-Bierglas in die Höhe, ehe er mit dem Zapfen des Freibiers begann. Das wurde den Gästen später an den Tisch gebracht – im Hintergrund spielte der Shanty-Chor, den der PleWo-Moderator noch für zwei Zusatz-Stücke überreden konnte. 

Am Sonntag  dürfte der besucherschwächste Tag gewesen sein – was vorrangig am Wetter gelegen hat. Beim Auftritt des Shanty-Chors und später beim Fassanstich blieben die meisten Bänke vor der Bühne frei. Immer wieder hatte es angefangen zu regnen. Hartgesottene Plettenberger – ausgerüstet mit Regenjacken und Schirmen – störte das nicht. Gegen Nachmittag wurde der Regen weniger – dann kamen auch mehr Besucher in die Innenstadt, um die verschiedenen Stände von Vereinen und Schaustellern zu besuchen. Schon am Samstagabend machte das Wetter der Veranstaltung einen Strich durch die Rechnung – und sorgte für ein vorzeitiges Ende. Beim Auftritt der Band „Das Wunder“ war es rappelvoll. Die Musiker sorgten für beste Stimmung und animierten die Plettenberger mit deutschen Cover-Songs zum Mittanzen. Lieder wie „Weil Ich ein Mädchen bin“ oder „Cordula Grün“ wurden lautstark mitgesungen. Gegen 22.40 Uhr beendeten Starkregen und Gewitter die Veranstaltung abrupt. Die gut gefüllte Tanzfläche war schlagartig leer. Viele Gäste verließen mit den ersten Blitzen die Party. Andere Besucher harrten noch unter den Schirmen aus und hofften, dass sich das Wetter bessert – bis die Organisatoren das Ende der Veranstaltung über die Lautsprecher bekannt gegeben.

So war der Samstag: 

Heiß, heißer, PleWo: So ganz ging diese Steigerung am Samstag tagsüber nicht auf. Als die Sportvereine auf der Bühne auftraten und die Verwandten und Freunde der Akteure von den Plätzen aus Fotos und Videos machten, war es voll vor der Bühne auf dem Maiplatz. Dazwischen war es immer wieder leer und die Plettenberger verteilten sich in den umliegenden Cafés und Eisdielen. Los ging es am Vormittag mit dem Programm (nicht nur) für das ältere Semester. Die Zuschauer saßen im angenehmen Schatten und schunkelten zu den Klängen des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr. Der Frühschoppen wurde so von den überaus versierten Instrumentalisten mit einigen Evergreens aufgepeppt. Besonders großen Applaus bekam ein beschwingtes Abba-Medley mitten im Konzert der Feuerwehr-Musikanten.

Die Jüngeren tummelten sich zu dieser Zeit auf dem Sparkassen-Vorplatz. Dort hatte die Fahrschule Fellmer die Kleinsten eingeladen, mal ein richtiges Auto zu lenken. Der fünfjährige Max ergriff die Chance. Im Vorjahr fehlte ihm noch der Mut, erinnerte sich der Großvater. Dieses Mal gab es für den Steppke aber kein Halten mehr. Und so saß er stolz am Steuer, umkurvte das Gebäude. Als er schließlich den großen Audi wieder einparkte, machte er das besser als manch „Profi“ mit Führerschein. Auf der Hauptbühne wurde es schweißtreibend – und zwar nicht nur, weil die Sonne die Temperaturen auf mehr als 30 Grad trieb.

 Das Finnentroper Studio Energy mit Emil Kusmirek legte drei hochprofessionelle Auftritte auf die Bretter, die für manche die Welt bedeuten. Zuerst die Kinder, dann die Jugendlichen und schließlich – in Begleitung von Trainer Emil höchstselbst – die Erwachsenen versetzten das Publikum in Staunen. Manch Profi könnte sich vor solchen Choreografien beschämt verstecken. Die Zuschauer klatschten sich die Hände wund – und zwar mit Recht. Dann verzauberten Dana und Camill die PleWo-Besucher. Die Fußball-Freestyler hatten Tricks auf Lager, die ihresgleichen suchen. Zeitgleich suchte Clown Otsch eine Abkühlung und stieg auf den Kirchturm. Die Gelegenheit bekamen die beiden Schauspieler des Matz-Theaters nicht. 

Die Hildesheimer trugen zu große Masken, um auf die engen Stiegen des Kirchturms zu passen. Und schon wirbelten die Sportler des TV Jahn über eine eigens vor der Bühne ausgerollte Matte. Die Turner flogen durch die Luft, verknoteten ihre Knochen und stellten sich sowie die Welt der Betrachter immer wieder auf den Kopf. Dann feierte das Fitnessstudio „feelgood!“ auf der Plettenberger Woche seinen 20. Geburtstag. Dass dieser runde Jahrestag die akrobatischen Tänzerinnen, die das Studio an diesem Nachmittag vertraten und präsentierten, zu Höchstleistungen anstachelte, war kaum zu übersehen. Erstaunlich war nur, dass sie bei aller Anstrengung stets noch ein Lächeln auf den Lippen trugen. Kaum Interesse erzeugte schließlich im Anschluss das Musik-Trio Annina Struve und Hugoonion. 

Die Drolshagener am Mikro und an der Gitarre versuchten, das verstorbene Genie Prince wieder zum Leben zu erwecken. Aber entweder waren die Songs den Plettenberger und Gästen von außerhalb zu heiß, oder die Sonne war es. So oder so: Bassist Markus „Hugo“ Schroeder stand keine Sekunde still und tanzte übers Parkett. Drummer Mario „Zwiebel“ Zielenbach hielt den Rhythmus punktgenau zusammen. Bei einer Rückkehr nach Plettenberg, sollten die drei zwei, drei Stunden später auftreten, um das verdiente Gehör zu erhalten. Um 16.30 Uhr war der Auftritt verschenkt.

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