Fontänenhüpfer, Spielgeräte und Mülleinhausung

Fast alles dreht sich bei der Innenstadt-Sanierung um Wasser

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In der Graf-Dietrich-Straße wurden bereits große Platten gelegt. Als nächstes wird das Kleinsteinpflaster gelegt und parallel beginnen die Arbeiten an der Neue Straße.

Plettenberg - In der Innenstadt sollen zwei Trinkwasserbrunnen gebaut werden, um die Bürger zu motivieren, mehr Leitungswasser zu trinken. Dieser Antrag der SPD fand am Mittwoch im Planungs- und Umweltausschuss großen Anklang.

Die derzeitige Innenstadtsanierung sei ein guter Zeitpunkt, um die Brunnen zu planen und zu bauen. Daher bittet die SPD die Verwaltung, die Kosten dafür zu ermitteln und die Umsetzung mit den Stadtwerken zu erörtern. Angedacht hat man als Standorte den Alten Markt und die Christuskirche – also nahe der Veranstaltungsstätten. In der Sitzung wurde zudem der Eiringhauser Bahnhof als Standort ergänzt, da auch hier ein Bau im Zuge der geplanten Umbaumaßnahmen möglich wäre.

„Der Antrag ist eine gute Idee und wenn Eiringhausen mit einbezogen wird, erst recht“, sagte Heiko Hillert (CDU) zu dem Vorhaben. Der Ausschuss stimmte dem Antrag einstimmig zu und Bauamtsleiter Sebastian Jülich soll nun ein Konzept dazu ausarbeiten.

Zwischenstand Innenstadtsanierung

Dieser gab auf Anfrage von Uwe Meister (CDU) auch einen kurzen Zwischenstand zur Innenstadtsanierung, der bei der Ratssitzung am kommenden Dienstag, 3. September, weiter ausgeführt werden soll. Man sei mit den Arbeiten im Zeitplan. In der Graf-Dietrich-Straße wurden bereits große Platten gelegt und in der kommenden Woche soll das Kleinsteinpflaster von einem Subunternehmen ergänzt werden. Parallel dazu sollen in der nächsten Woche die Arbeiten an der Neue Straße beginnen. Auch vermutet er, dass die Arbeiten dann schneller voran gehen, da an der Neue Straße mehr Platz ist und nicht so eng gearbeitet werden muss, wie an der Graf-Dietrich-Straße.

Ebenfalls Bestandteil des Planungs- und Umweltausschusses war die Gestaltung der Innenstadt bezüglich Fontänenhüpfer, Spielgeräte und Mülleinhausungen (wir berichteten). Das Planungsbüro bbz aus Berlin hatte zu allen drei Punkten Vorschläge gemacht, die bei den Ausschussmitgliedern aber nicht sonderlich gut ankamen.

Standort für Fontänenhüpfer

Als Standort für den Fontänenhüpfer wählte das Büro die Fläche vor der ehemaligen Eisdiele Tonesi. Da das Büro aber auch angab, dass die Hüpfer vier Meter weit spritzen würden, sahen die Ausschussmitglieder den Standort als nicht ideal an, da sich direkt daneben die Außengastronomie des Café Stadtleben befindet. „Wir haben uns schon öfter kritisch zum Planungsbüro äußern und den eigenen Ortsverstand einbringen müssen“, sagte Heiko Hillert (CDU) und machte noch einmal deutlich, dass die CDU die Fontänenhüpfer in der Innenstadt für überflüssig hält.

Diethardt Küppers (parteilos) merkte an, die Verwaltung sollte die Folgekosten nicht unterschätzen und auch direkt mit angeben, denn er schätzt, die Kosten seien wegen der dauerhaften Wasserversorgung erheblich.

Martina Reinhold (SPD), die sich nach wie vor Wasserspiele in der Innenstadt wünscht – da diese ein großer Magnet für Kinder seien, wie man in Attendorn sehen könne – hielt den Vorschlag für den Standort des Fontänenhüpfers für einen gelungenen Scherz. Allerdings glaubte sie nicht, dass die Fontänenhüpfer vier Meter weit spritzen könnten, da sie im Internet bereits recherchiert habe, dass es auch Hüpfer gebe, die man einstellen könnte. Auf Anfrage unserer Zeitung bei der Firma Richter Spielgeräte, die diese Fontänenhüpfer herstellt, teilte man uns allerdings gestern am Telefon mit, man müsse mit einem Radius von sieben Metern rechnen, um nicht nass zu werden und sollte bis zu fünf Meter Abstand einhalten. Wie weit letztendlich gespritzt werde, hinge aber von dem Gewicht der Person ab, die auf den Fontänenhüpfer springt, da dadurch das Wasser in einer Fontäne hochgepumpt wird.

Wie sollen die Spielgeräte aussehen?

Ähnlich war die Reaktion der Ausschussmitglieder auf die Vorschläge des Planungsbüros bezüglich der Spielgeräte. Dabei ging es weniger um die vorgeschlagenen Flächen für die Spielgeräte, sondern eher um die Auswahl. In der Vorstellung der Pläne warf Till Hoffmann, Mitarbeiter der Stadt Plettenberg, schon die Frage auf, ob man mit den von bbz vorgeschlagenen Holzspielzeugen auf dem richtigen Weg sei und zeigte auf, welche Möglichkeiten es darüber hinaus gebe, wie zum Beispiel Wippspielzeuge oder ein großer Turm. Das kam bei den Ausschussmitgliedern deutlich besser an. „Wir würden es begrüßen, wenn man sich im Hause dazu Gedanken machen und keinen Gutachter beauftragen würde“, forderte Hillert dazu auf, sich intern im Rathaus dem Thema anzunehmen.

Das Planungsbüro bbz schlägt als Spielgeräte Holztiere vor. Die Vorstellungen des Planungs- und Umweltausschuss sehen allerdings anders aus. 

Die SPD mit Martina Reinhold erklärte ebenfalls, dass es schön wäre, wenn ein bis zwei Spielgeräte in die Innenstadt kommen würden. Der vorgestellte Spielturm hätte dort jedoch nichts zu suchen, da genügend Spielplätze in der Nähe seien. Man müsste eher gucken, was die geringste Fläche einnehme. Denn Bauamtsleiter Sebastian Jülich hatte zuvor darauf hingewiesen, dass für die Spielgeräte eine große Fläche für den Fallschutz freizuhalten sei und in der Innenstadt dabei die Feuerwehrzufahrten zu berücksichtigen seien.

So sieht der Musterbau für die Mülleinhausungen nach dem Vorschlag von bbz aus. Man war sich einig, auch hier besteht Bedarf nach einer alternativen Lösung.

Mülleinhausungen sind Gittergestell

Auch die zukünftigen Mülleinhausungen waren Thema dieses Tagesordnungspunktes. Das Planungsbüro hatte einen Vorschlag gemacht, wie diese aussehen sollen und ein Muster bauen lassen. Das Gittergestell (siehe Foto) stellt aber weder für die Stadt, noch für die Fraktionen eine Verbesserung dar. Daher war man sich einig, dass auch hier Bedarf bestehe, eine alternative Lösung zu entwickeln.

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