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„Ohne Plewo war es einfach traurig“

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Von: Sabrina Jeide, Dirk Grein

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Bürgermeister Ulrich Schulte verteilte das Freibier bei der Plettenberger Woche.
Das Freibier verteilte das Plettenberger Stadtoberhaupt Ulrich Schulte nach dem Anstoßen in kleiner Runde an die Besucher im Rathausinnenhof.  © Grein, Dirk

Eilig hatte es der Bürgermeister nicht. Bei der standesgemäßen Eröffnung der Plettenberger Woche am Freitagnachmittag schaute ohnehin niemand gezielt auf die Uhr. Die Aussicht auf Freibier, sommerliche Temperaturen und ein abwechslungsreiches Programm an diesem Wochenende sorgte allseits für ausgelassene Stimmung.

Plettenberg - Und so erfolgte der Fassanstich mit fast 20-minütiger Verspätung. Der Geräuschpegel verriet: Die Besucher störte die kurze Verzögerung nicht, denn es gab anscheinend viel zu besprechen.

Ein Schlag genügt

Nach kurzer Vorarbeit am Fass schritt Ulrich Schulte dann schließlich zur Tat: Mit einem gezielten Schlag hatte hämmerte er den Zapfhahn gezielt in Position – kurz darauf floss das Bier in die bereitgestellten Gläser. Das größte genehmigte sich das Stadtoberhaupt selbst. Aber auch Landrat Marco Voge, Kultour-GmbH-Chefin Sylvia Eick, Michael Dabow (Sparkasse) sowie ein Vertreter der Veltins-Brauerei wurden bedacht. Nach einem ersten Prosit wurden geschwind weitere Gläser gefüllt und an die Besucher verteilt.

Zuvor hatte Ulrich Schulte gestanden, dass die Zeit ohne Plewo (die letzte vor der Pandemie hatte 2019 stattgefunden) „einfach traurig gewesen“ sei. Umso mehr freue er sich nun auf dieses Wochenende, an dem das 625-jährige Bestehen der Stadt und die 30-jährige Städtepartnerschaft mit Schleusingen gefeiert werde.

Über 200 Teilnehmer waren beim Sternfackellauf dabei.
Volle Konzentration beim Abgeben: Über 200 Teilnehmer waren beim Sternfackellauf dabei.  © Jeide, Sabrina

200 Fackelläufer

Eines durfte an diesem Plewo-Freitag natürlich nicht fehlen: der beliebte Sternfackellauf. Es war ein imposantes Bild, das sich den Besuchern im Rathausinnenhof bot: Über 200 Kinder und Jugendliche, meist begleitet von ihren Eltern, kamen mit ihren Fackeln den abgesperrten Weg in Richtung Rathaus entlang. Konzentriert übergaben sie die brennenden Stäbe an die Helfer der Feuerwehr und des Baubetriebshofs, die das Löschen übernahmen. Neben dem Schwimmverein Plettenberg mit knapp 60 und dem TV Jahn Plettenberg mit etwa 40 Teilnehmern hatten sich auch die Mitglieder von AquaSports, SC Plettenberg, TuS Jahn Ohle, DLRG, Ponyhof Klinger, Taekwondo Plettenberg und dem Tennisverein Plettenberg beim Stadtsportverband (SSV) für die 39. Auflage des Fackellaufs angemeldet. Erstmals gab es für alle statt einer Urkunde Buttons, die auch in den kommenden Jahren mit verschiedenen Designs ausgegeben werden sollen.

Voller Spannung wurde schließlich die Verlosung der zahlreichen Preise erwartet, die der neue Vorstand des SSV um den Vorsitzenden Siegfried Davideit vornahm. Für die Zukunft gibt es da vielleicht noch etwas Optimierungsbedarf, weil die Losnummern auf die Schnelle nicht immer ganz einfach zugeordnet werden konnten.

Die drei Hauptgewinner: Jannis Föste, Leon Kunde und Fabian Selle (von links).
Die drei Hauptgewinner: Jannis Föste, Leon Kunde und Fabian Selle (von links). © Jeide, Sabrina

Nachdem zahlreiche Sachpreise den Besitzer gewechselt hatten, fanden sich aber auch die Hauptgewinner mit den Losnummern 143, 220 und 104: Leon Kunde (3 Jahre), Jannis Föste (13, beide TV Jahn Plettenberg) sowie Fabian Selle (17, Jugendfeuerwehr) durften sich über P-Schecks im Wert von 50, 75 bzw. 100 Euro freuen.

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