Familien- und Bücherflohmarkt locken viele Besucher zum Alten Markt

Stöberzeit in der Innenstadt

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Der Familienflohmarkt ist ein willkommener Anlass für viele Plettenberger, den eigenen Haushalt zu durchforsten. Kinder trennten sich von Spielwaren und die Erwachsenen boten Haushaltswaren und mehr für kleines Geld an.

PLETTENBERG - Geschäftiges Treiben herrschte am gestrigen Sonntag unter dem Stephansdachstuhl. Für den Familienflohmarkt waren im Vorfeld 30 Tische vergeben worden, an denen alles angeboten wurde, was das Herz begehrte. Einzige Bedingung: keine Profis und keine Neuware.

So boten die Plettenberger ihren Mitbürgern ausrangierte Kleidung, verschiedenste Haushaltswaren sowie dekorativen Nippes an. Auffällig war, dass auch viele Kinder die Chance des Familienflohmarkts nutzten, um Spielzeug, dem sie entwachsen waren, zu Geld zu machen: Kuscheltiere und Puppen, Brett- und Videospiele sowie allerhand Kleinkram wechselten für wenig Geld den Besitzer. 

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Familienflohmarkt fand zeitgleich der Bücherflohmarkt der Stadtbücherei statt. Zwischen 1 000 und 1 500 Bücher wurden zum Kilopreis von zwei Euro angeboten. Dabei handelte es sich fast ausschließlich um Spenden, nur ganz wenige Sachbücher, wie Bildbände, waren aus dem Büchereibestand für den Flohmarkt aussortiert worden. 

Neben Büchern wurden auch CDs, DVDs und einige wenige Hörspielkassetten zu einem ganz geringen Stückpreis angeboten. Man sei froh, wenn die endlich wegkommen, erklärte Mitarbeiterin Gunhilde Herzig-Schürmann. Jedes Jahr böte man sie wieder an und jedes Jahr packe man sie am Ende wieder ein. Irgendwann müsse damit Schluss sein. Was am Sonntag aus dieser Sparte nicht verkauft wurde, wanderte in den Müll. 

Was an Büchern übrig blieb, wurde hingegen nicht per se entsorgt. Die Mitarbeiterinnen der Stadtbücherei werden die Restbestände sichten, sortieren und anschließend das meiste für den nächsten, im Herbst stattfindenden Flohmarkt einlagern. Nur absolut Unverkäufliches wird dem Altpapier zugeführt. „Wenn einem der Gilb schon entgegenkommt, will das auch keiner mehr kaufen“ weiß Herzig-Schürmann. 

Dennoch freue man sich natürlich über Spenden; denn ohne Spenden, kein Bücherflohmarkt. Einzige Bedingung sei, dass die Bücher in einem ordentlichen Zustand und nicht älter als zehn Jahre sind. Am Mai findet übrigens auch wieder die Taschenbuchtauschaktion der Stadtbücherei statt. Diese ist speziell für Urlauber gedacht, die hier ihre alten Taschenbücher gegen neue gebrauchte tauschen können.

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