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Falscher Polizist trifft auf „echten“ Beamten

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Von: Christos Christogeros

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Polizei
Blöd geflaufen: Ein falscher Polizist wollte wohl abkassieren - und traf dabei auf einen echten Beamten. © Symbolfoto: David Inderlied/dpa/Illustration

Am Mittwoch, 1. Dezember, traute ein Polizeibeamter aus Plettenberg seinen Augen nicht, als er sich mit seinem Privatwagen auf dem Weg zum Dienst befand: Er wurde von einem vermeintlichen Kollegen angehalten, der aber schnell wieder flüchtete. Weit kam der 32-Jährige jedoch nicht.

Plettenberg/Kreis Olpe - Der Fahrer eines roten Ford Focus mit Wuppertaler Kennzeichen hatte mittels eines Lichtsignals – ähnlich des Blaulichts – den Plettenberger Beamten zum Anhalten aufgefordert. Vor dem beschrankten Bahnübergang am Siesel mussten die beiden Fahrzeuge verkehrsbedingt halten, sodass der Polizeibeamte den angeblichen „Kollegen“ ansprechen konnte. Als dieser jedoch begriff, dass er an einen „richtigen“ Polizeibeamten geraten war, fuhr er los und in Richtung Olper Kreisgrenze davon.

Im Bereich Finnentrop-Rönkhausen konnten die inzwischen alarmierten Polizeibeamten der Polizeiwache Attendorn das Fahrzeug auf der B 236 antreffen und anhalten.

Tatsächlich fanden die Beamten im Fahrzeug das Signalgerät vor. Den 32-jährigen Fahrer aus Wuppertal erwartet nun unter anderem ein Strafverfahren wegen Amtsanmaßung. Das gefundene LED-Signalgerät wurde sichergestellt.

Möglicherweise hatte der 32-Jährige eine bereits bekannte Betrugsmasche durchführen wollen. Bei dieser halten angebliche Polizeibeamte Autofahrer an und wollen vor Ort abkassieren, indem sie beispielsweise erklären, der Angehaltene sei zu schnell gefahren.

Erst im Oktober war ein 20-Jähriger festgenommen worden, der sich seit Juli in mehreren Fällen als Polizist ausgegeben, nachts Autofahrer an der A45 angehalten und Bargeld für vermeintliche Geschwindigkeitsübertretungen kassiert hatte.

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