Verunsicherung in Plettenberg

Ganzer Ort im MK diskutiert: Kinderloser Mann fragt nach Babynahrung - ist das normal?

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Der Unbekannte spricht Passanten an und fragt nach Babynahrung (Symbolbild). 

Ein Mann - ohne Baby - ist derzeit in Plettenberg unterwegs und hat etliche Passanten angesprochen. Dabei bat er um Babynahrung. Passanten sind verunsichert. 

Plettenberg - Mehrere Bürger haben sich schon in dem sozialen Netzwerk Facebook gemeldet. Demnach scheint der Mann vor allem in der Innenstadt unterwegs zu sein, aber auch schon in Eiringhausen gesichtet worden zu sein. Manche Nutzer berichten davon, dass sie Ende letzter Woche von ihm angesprochen worden seien, andere schildern Fälle von dieser Woche.

In einem ganz konkreten Fall lief das so ab: Vor dem Kik-Markt am Umlauf sprach der Mann am Montagvormittag einen Betroffenen an, er trug einen Mundschutz und trug ein Dokument in der Hand, das den Anschein erweckte, als könnte es eine Bescheinigung für das nahegelegene Arbeitsamt sein. 

Kinderloser Mann fragt in Plettenberg nach Babynahrung

Der südländisch aussehende Mann schilderte dem Passanten, dass ihm sein Arbeitgeber das Geld für diesen Monat noch nicht überwiesen hätte und dass er sich nun keine Babynahrung mehr leisten könne. „Wieviel Geld können Sie geben“, fragte der Mann ganz direkt und stieß damit auf die Ablehnung seines Gegenübers.

Eine Nachfrage bei der Polizei ergibt, dass es an der Wache in Plettenberg bisher keine Meldungen zu diesen Vorfällen gab. Polizeisprecher Marcel Dilling kann das nicht nachvollziehen. „Wenn doch – wie man bei Facebook sehen kann – die Leute verdächtige Beobachtungen machen, dann sollten sie doch bitte auch zum Hörer greifen und die Polizei informieren“, sagt Dilling. 

Polizei MK: Erst uns anrufen, dann auf Facebook posten

Erst in der vergangenen Woche sei das in einem Fall in Iserlohn ganz ähnlich gelaufen. Dort habe jemand Blumenkübel umgeworfen und Schaden in Höhe von mehreren hundert Euro verursacht. Ein Augenzeuge postete Fotos und ein Video davon auf Facebook – aber bei der Polizei meldete er sich nicht.

Deshalb appelliert Dilling, die „Reihenfolge zu wahren“: „Erst der Anruf bei der Polizei, dann der Kommentar auf Facebook.“ Denn ob es sich um eine wirkliche Notlage handelt, könne die Polizei erst klären, wenn sie den Fall überprüft hat. Bis dahin bleiben alle Mutmaßungen über den Wahrheitsgehalt der Babygeschichte weiterhin nur Spekulation.

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