Trockenphase laut Experten wohl noch nicht vorbei

Extreme Dürre in Plettenberg

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Ausgetrocknet: Die Wiese am Grafweg in Höhe der Abbiegung Dingeringhauser Weg ist auf einer Seite bereits komplett gelb-braun. Nur wenige grüne Grashalme lassen sich erkennen.  

Plettenberg - Es hat geregnet – aber nicht genug. Die Natur leidet unter den Temperaturen. Der Boden ist trocken. Das Helmholtz-Zentrum bringt täglich einen Dürremonitor heraus. Der zeigt für Plettenberg eine teils „extreme Dürre“ an.

Die Sonne knallte jetzt wochenlang – und wird ihre Fahrt in den kommenden Tagen laut Wetterbericht wieder aufnehmen. Ein kurzes Sommergewitter macht da wenig aus. Wo die Erde nicht permanent gegossen wurde, ist die Erde – wie man im Sauerland sagen würde – knüppeltrocken.

Kreisverkehre und Wiesen muten immer mehr wie Steppen an. Gutes Beispiel: Die Wiese am Grafweg in Höhe der Abbiegung Dingeringhauser Weg. Diese ist inzwischen komplett verdorrt. Auch die Bäume färben sich zunehmend von Grün in Braun, verlieren die ersten Blätter. Das alles erinnert an den Herbst, ist aber weitaus ernster.

Im Auftrag der Stadt bewässert zurzeit ein Traktor „die Blumenkübel und alle Anpflanzungen der letzten zwei bis drei Jahre“, wie Martin Krippendorf vom Bauhof auf Nachfrage erklärt. Mit einem großen Wassertank ist das Gefährt auf den Straßen unterwegs. Auch die Kreisverkehre würden mit Wasser versorgt. Das, was kaputtginge, komme wieder.

Die aktuelle Dürre betreffe sowohl den Oberboden, als auch die gesamte Bodentiefe, geht aus der Karte des Helmholtz-Zentrums für Umwelt forschung hervor. Der 14-Tage-Rückblick veranschaulicht die Entwicklung: Der Boden wurde immer trockener. Die Erde in ganz Deutschland ächzt unter den Temperaturen.

Für Plettenberg und den Märkischen Kreis zeigte die Karte am Donnerstag eine „schwere bis extreme Dürre“ an. Nicht nur die oberen 25 Zentimenter leiden unter der Hitze: Auch in 1,80 Meter Tiefe ist der Boden nach Angaben der Wissenschaftler viel zu trocken.

Immerhin: Wetter.com sagt für den morgigen Samstag Regen voraus. Reichen tut das wahrscheinlich nicht. Simon Trippler vom Deutschen Wetterdienst (DWD) schätzt, dass die lange Phase der Trockenheit wohl noch nicht vorbei ist – ab Sonntag geht es mit den Temperaturen laut Wetterbericht wieder rauf. Erst bei zwei bis drei Regentagen sei der Boden wieder durchfeuchtet, vermutet Trippler.

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