Nach der Absage für die Weihnachtsgottesdienste

Evangelische Kirchengemeinde planen Alternativen zu Heiligabend

Videogottesdienste an Weihnachten und Heiligabend
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Als Alternative zum Weihnachtsgottesdienst bietet die Evangelische Kirchengemeinde Plettenberg (und Eiringhausen) an Heiligabend Videogottesdienste an.

Die offiziellen Entscheidungen der Presbyterien sind keine Überraschung mehr: Die Evangelischen Kirchengemeinden in Plettenberg folgen der dringenden Empfehlung der Landeskirche und sagen ihre geplanten Veranstaltungen für die Weihnachtsfeiertage ab - aber sie haben Alternativen.

Plettenberg - Statt der Zusammenkünfte von Angesicht zu Angesicht haben sich die Kirchengemeinden nun Alternativen überlegt, um den Bürgern zumindest noch etwas vom Weihnachtsfest nach Hause zu bringen. Alle drei Kirchengemeinden – also Plettenberg, Eiringhausen und Ohle – werden ihre Kirchen zu unterschiedlichen Zeiten an Weihnachten öffnen. Während in Eiringhausen die Johanniskirche am 24. Dezember zugänglich sein wird, öffnen die Plettenberger die Christuskirche, die Erlöserkirche und die Martin-Luther-Kirche am 25., 26. und 27. Dezember von jeweils 14 bis 16 Uhr. Pfarrerin Laddach lädt die Bürger ein, vereinzelt am 26. Dezember die Ohler Kirche zwischen 10 und 11 Uhr zu besuchen und will auch an Silvester die Kirche ab 16 Uhr offen halten.

Allen Beteiligten ist wichtig, dass die Menschen sich für ihre Besuche nicht verabreden sollen, denn „Begegnungen sind ja genau das, was wir vermeiden möchten“, sagt zum Beispiel der Plettenberger Presbyteriums-Vorsitzende Peter Winkemann. Stattdessen sollen die Menschen die Gelegenheit für ein persönliches Gebet nutzen und sie können einen Blick auf die Weihnachtskrippe und den geschmückten Weihnachtsbaum in den Kirchen werfen.

Zusätzlich planen die Eiringhauser und die Plettenberger Videogottesdienste. Diese sollen im Vorfeld mit Predigt, Orgelspiel und allem, was dazu gehört, aufgezeichnet werden und dann an Heiligabend ins Internet auf die Homepages oder im Fall der Plettenberger auf die Videoplattform Youtube gestellt werden. Die Eiringhauser bereiten für den Gottesdienst am kommenden Sonntag auch einen Podcast, also eine Audio-Aufzeichnung, vor, die auf der Internetseite der Eiringhauser Kirchengemeinde abrufbar sein wird.

Pfarrerin Anju Laddach ist derweil dabei, wie versprochen allen 117 Personen, die sich für die ursprünglich geplanten vier Weihnachtsgottesdienste in Ohle angemeldet haben, eine persönliche und handschriftlich verfasste Karte zu schreiben, die an Heiligabend gebracht werden soll. Dazu gibt es dann Liedblätter und die Predigt für einen Weihnachtsgottesdienst zuhause.

Ebenfalls geplant ist, dass an Weihnachten die Kirchenglocken läuten sollen. Mit Stand von Freitag soll das in Eiringhausen an Heiligabend um 15 Uhr und am ersten Weihnachtstag um 9.50 Uhr geschehen, in Ohle an Heiligabend um 17 Uhr und am zweiten Weihnachtstag um 10 Uhr.

All diese Alternativangebote können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Stimmung bei den Pfarrern und Presbyteriums-Mitgliedern angesichts der Absage sehr getrübt ist. „Wir sind tier traurig“, betonte der Plettenberger Presbyteriums-Vorsitzende Peter Winkemann am Freitag. „Wir hatten ein super Konzept, waren bestens vorbereitet und wenn man in der Kirche unterwegs ist, ist Weihnachten nun mal der Top-Act im Jahr. Die Absage tut uns im Herzen weh. Wir folgen nun der dringenden Empfehlung der Landeskirche, um den Schutz der Menschen zu gewährleisten, den wir natürlich unterstützen.“

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