Abschluss an der Zeppelinschule

Etwas zeichnet diese Schüler aus

Die Abschlussschüler der Klassen 10A und 10B der Zeppelinschule/KBOP mit den Lehrerinnen Monika Büdenbender (li.) und Karin Gabriel.
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Die Abschlussschüler der Klassen 10A und 10B der Zeppelinschule/KBOP mit den Lehrerinnen Monika Büdenbender (li.) und Karin Gabriel.

Die Entlassfeier der Zeppelinschule war am Freitag in mehrfacher Hinsicht etwas Besonderes, denn es war der Abschluss für einen Jahrgang, der besonders stark unter der Corona-Pandemie litt, die vieles auf den Kopf stellte und das Leben veränderte.

Plettenberg - Und so blieben auch die Eltern und Freunde bei der Entlassfeier außen vor. „Aus den kleinen Fünftklässlern sind körperlich gereifte, junge Erwachsene geworden. Auch für mich ist heute ein besonderer Tag, denn ihr seid der erste Jahrgang an der Zeppelinschule, dem ich die Abschlusszeugnisse überreichen darf“, sagte Schulleiterin Sandra Noltsch, die an einen ganz besonderen Jahrgang erinnerte: „Ihr musstet auf vieles verzichten, die Schulen wurden eine lange Zeit geschlossen und ihr musstet allein Zuhause lernen. Ihr durftet eure Freundinnen und Freunde nicht sehen und musstet schweren Herzens auf eure Abschlussfahrt verzichten.“

Dennoch könne man einen überaus erfolgreichen Jahrgang 2021 entlassen. Viele würden im kommenden Jahr eine Berufsausbildung beginnen, „andere gehen weiter zur Schule, um den Mittleren Schulabschluss oder das Abitur zu erwerben.“ Diejenigen, die im Vorfeld geäußert hätten, Angst zu haben, vor dem was kommt, sagte Noltsch: „Mut ist nicht die Abwesenheit von Angst. Mut ist zur Tat schreiten, obwohl man Angst hat.“ Adrian Viteritti lobte als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Plettenberg auch den Einsatz der Lehrer in der Pandemie. Und den Schülern riet er für die Zukunft folgendes: „Versucht euch nicht einzuengen, öffnet euch, hört zu, führt Gespräche und erweitert euren Horizont.“

Wenig Präsenz in der Schule

Die beiden Klassenlehrerinnen Karin Gabriel und Monika Büdenbender blickten noch einmal zurück auf die letzten Jahre und lobten die Schüler. „Ihr habt euch durchgebissen und habt nicht die Köpfe hängen lassen und jeder von euch hat nach seinen Möglichkeiten das Beste gegeben, was bei wenig Präsenz in der Schule und viel selbstorganisiertem Lernen zuhause wirklich nicht einfach war.“

Hervorgehoben wurde von beiden auch die Klassengemeinschaft. „Jeder, der im Laufe der Schulzeit dazugekommen ist, wurde herzlich aufgenommen und war willkommen“, sagte Gabriel. Eine sehr gelungene Rede hielt auch Schülersprecherin Michelle Frese, die daran erinnerte, dass in den letzten Jahren viel passiert sei. Die Wälder seien gestorben, der Klimawandel habe seine Spuren hinterlassen und „dann kam noch Corona“.

Zum Abschluss überreichten die beiden Klassenlehrerinnen im Beisein der Schulleitung die Zeugnisse und ehrten die vier besten Abschlussschüler Simone Raychinova, Michelle Frese, Colin Kulbach und Alessia Tomarchio.

Doch dank der Unterstützung der Lehrer und dem guten Zusammenhalt, habe man die Krise erfolgreich überstanden. „Ich weiß nicht, wem ich danken soll. Jeder Lehrer und Schüler ist ein Teil unserer Jugend und ein Teil von uns. Was bleibt, sind Erinnerungen, wenn wir heute ein letztes Mal durch die Schultür gehen. Doch nun öffnen sich neue Türen“, so Frese, die abschließend für einen Lacher sorgte: „Die zehn Schuljahre sind viel zu schnell zu Ende gegangen – außer in Mathe.“

Zum Abschluss überreichten die beiden Klassenlehrerinnen im Beisein der Schulleitung die Zeugnisse und ehrten die vier besten Abschlussschüler Simone Raychinova, Michelle Frese, Colin Kulbach und Alessia Tomarchio.

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