Zweites wirtschaftliches Standbein neben der Industrie 

Erstellung eines Tourismus-Konzeptes geplant

+
Vor einigen Jahren wurde beschlossen, dass unter anderem der Hestenberg weiter touristisch erschlossen werden sollte: Hier könnte beispielsweise der 2015 wieder in Stand gesetzte Eiskeller als beliebtes Ausflugsziel für Touristen, aber auch für Plettenberger dienen. Ein Tourismus-Konzept soll die Ideen bündeln.

Plettenberg - ‘Zu viele Köche verderben den Brei’, lautet eine bekannte Redewendung. So oder so ähnlich wird man auch bei der Stadt Plettenberg gedacht haben, als die Arbeitsgemeinschaft ‘Tourismus’ gegründet wurde. Diese schlägt nun die Erstellung eines externen Tourismus-Konzeptes für Plettenberg vor.

Denn die Vier-Täler-Stadt müsse sich für die Zukunft wappnen: Der Demografische Wandel und der herrschende Fachkräfte-Mangel würden künftig nicht so hohe Gewerbesteuer-Einnahmen garantieren wie in der Vergangenheit. Daher soll der Tourismus als zweites wirtschaftliches Standbein der Stadt gefördert werden. 

Dazu müssten jedoch erstmal die Kräfte gebündelt werden: Bisher lag der Bereich Tourismus in der Obhut des Stadtarchivs; über die Regionale, das Leader-Programm, das Innenstadt-Entwicklungskonzept (Isek) und mehr sei jedoch auch der Fachbereich Stadt- und Umweltplanung an der touristischen Entwicklung Plettenbergs beteiligt gewesen. Auch das ‘AquaMagis’ und das Stadtmarketing würden ihren Beitrag zum Tourismus leisten. 

„Das kann dazu führen, dass Projekte und Ideen parallel oder konträr zueinander entwickelt werden“, heißt es in der Vorlage zur Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses, der am Mittwoch, 30. August, ab 17.00 Uhr tagt. Aus diesem Grund sei die AG ‘Tourismus’ gegründet worden, an der alle oben genannten beteiligt seien. In regelmäßigen Treffen würden Ideen ausgetauscht und Aufgaben verteilt werden. 

Das erste Ergebnis der neuen Arbeitsgemeinschaft: Die Stadt Plettenberg müsse ein nachhaltiges Tourismus-Konzept von einem externen Büro erarbeiten lassen. Dafür würden bisher noch keine Angebote vorliegen, doch rechne die Verwaltung mit Kosten zwischen 15 000 und 18 000 Euro. 

Mehr Lebensqualität für die Plettenberger Das zu erstellende Konzept soll die „Zielrichtung vorgeben“, damit Projekte nicht planlos ins Leben gerufen würden. Das touristische Potenzial soll aufgezeigt und bestmöglich genutzt werden. Dabei sollen auch Partner aus Kultur, Wirtschaft, Verwaltung und aus der Region miteinbezogen werden. So würde sich eine Handlungsanweisung für alle Beteiligten erstellen lassen. 

Die damit angestrebte Stärkung des Freizeit- und Kulturangebotes der Vier-Täler-Stadt komme dabei nicht nur Touristen zugute. Auch die Plettenberger sollen davon profitieren, würde die touristische Weiterentwicklung doch auch eine Steigerung der Lebensqualität bedeuten. Und damit könne vielleicht sogar der Demografische Wandel zumindest verlangsamt werden. Denn Plettenberg verstehe sich zwar „originär als Industriestadt“; doch mittlerweile bröckele dieser Eindruck. Auf die Gewerbesteuer-Einnahmen alleine könne man sich zukünftig nicht mehr verlassen – ohne ein zweites ökonomisches Standbein würden der Vier-Täler-Stadt in Zukunft enorme finanzielle Einbußen drohen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare