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Erste Impfungen gegen Corona für Kinder: Dieser Arzt im MK nimmt Vorreiterrolle ein

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Von: Georg Dickopf

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Hier bekommt die tapfere Plettenbergerin Franziska Schade von Arzthelferin Kübra Çinar das Biontech-Vakzin für fünf bis elfjährige Kinder.
Hier bekommt die tapfere Plettenbergerin Franziska Schade von Arzthelferin Kübra Çinar das Biontech-Vakzin für fünf bis elfjährige Kinder. © Dickopf

Seit Montag können in Plettenberg jetzt auch Kinder gegen das Coronavirus geimpft werden.

Plettenberg - Der Andrang in der Praxis von Kinderarzt Michael Achenbach war enorm – und die öffentliche Aufmerksamkeit auch. Zeitweise glich die Praxis einem Fernsehstudio. Drehteams verschiedener Sender gaben sich bei Achenbach, der auch Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Westfalen-Lippe, ist, die Klinke in die Hand.

In den vergangenen Wochen und Monaten hatte es viele Anfragen besorgter Eltern nach Kinderimpfungen gegeben, seit Montag ist der Impfstoff nun da. Apothekerin Kathrin Klewer-Scherer von der Apotheke am Nocken brachte dem Kinderarzt am Vormittag die Lieferung mit dem begehrten Impfstoff. Das Vakzin von Pfizer/Biontech ist für Kinder von fünf bis elf Jahren zugelassen.

Der speziell für Kinder entwickelte Impfstoff enthält nur zehn Mikrogramm des Wirkstoffes, während Erwachsenen die dreifache Menge gespritzt wird. Da das Immunsystem bei Kindern aktiver ist, reicht die vergleichsweise geringe Wirkstoffmenge aus.

300 Impfdosen fürKinder

Achenbach hat in der vergangenen Woche insgesamt 300 Impfdosen bestellt. Die Menge muss in der Kinderarztpraxis an der Kaiserstraße für den ganzen Dezember reichen, denn fürs Erste sind Bestellungen nur im Monatsrhythmus möglich. Die anderen Corona-Impfstoffe können dagegen einmal pro Woche geordert werden.

Am Montag gab es nach seinen Angaben keinerlei Komplikationen bei den ersten Biontech-Impfungen von Kindern im Alter zwischen fünf und elf Jahren. Der siebenjährige Florian sagte lachend, dass die Spritze „gekitzelt“ habe und auch seine zehnjährige Schwester fand den Piks überhaupt nicht schlimm. „Corona ist nicht schön, aber jetzt können wir auch wieder auf den Indoor-Spielplatz und noch viel mehr Sachen machen“, sagte der kleine Florian, der wie der achtjährige Martin und die siebenjährige Yvienne zu den bundesweit ersten Kindern zählte, die die Impfung bekamen.

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