Mitarbeiter  gesucht für neue LWL-Tagesklinik

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Die LWL-Tagesklinik wird nach der Fertigstellung im Frühjahr in den beiden oberen Geschossen eingerichtet. Die Vermietung der verbleibenden Flächen steht kurz bevor.

Plettenberg - Ziemlich exakt ein Jahr nach der Eröffnung des P-Centers steht im Mai bzw. im Juni die Eröffnung der neuen LWL-Tagesklinik auf dem Programm. Rund zweieinhalb Jahre nach dem Beginn der Abrissarbeiten auf dem Mylaeus-Gelände sind Staub und Baulärm dann endlich Geschichte.

Exakt dort, wo sich ursprünglich der Eingangsbereich des P-Centers befinden sollte, wird derzeit im Endspurt an der Fertigstellung eines viergeschossigen Geschäftshauses gearbeitet. Wie Dr. Ulrich Bodensieck, Chefarzt der Abteilung Psychotherapie und Tagesklinische Behandlung, auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, sei die Eröffnung der neuen LWL-Tagesklinik im Mai bzw. Juni geplant.

 Die Tagesklinik in Plettenberg soll zunächst 24 Plätze haben. Eine spätere Erweiterung ist denkbar. Das Personal besteht aus zwei Fachärzten, einer psychotherapeutischen Fachkraft, drei bis vier Pflegekräften sowie Ergo-, Sport- und Bewegungstherapeuten. Es wird auch eine „kleine Ambulanz“ geben, dennoch soll die Tagesklinik keine Konkurrenz zu niedergelassenen Fachärzten sein, sondern vielmehr als Ergänzung dienen. 

„Die psychiatrische Versorgung in Plettenberg wird dadurch auf jeden Fall verbessert“, betonte Bodensieck. Wie der designierte Leiter der Plettenberger Zweigstelle betonte, laufe die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern gerade an. Bereits fest steht zwei Oberärzte (Fachärzte für Psychiatrie). Doch daneben werden auch noch Ergotherapeuten Pflegekräfte und Arzthelfer gesucht. 

„Wir reduzieren deshalb in Hemer oder Iserlohn keine Stellen. Die Mitarbeiter in Plettenberg werden zusätzlich eingestellt“, betonte Bodensieck. Insgesamt investiert der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) in der Vier-Täler-Stadt rund 2,5 Mio. Euro für den Bau der Tagesklinik mit Ambulanz, die sich auf rund 700 Quadratmeter über zwei Etagen erstreckt. 

Neben der Tagesklinik betreibt der Kommunalverband mit seinen 16 000 Beschäftigten unter anderem 35 Förderschulen, 63 Einrichtungen für Erwachsenenpsychiatrie, 35 Einrichtungen für Kinder- & Jugendpsychiatrie und 22 LWL-Einrichtungen für Rehabilitation und Behindertenhilfe. 

Laut Dr. Bodensieck soll die Tagesklinik, die rund ein Jahr später als geplant öffnet, Anlaufstelle sein für Patienten mit Depressionen, Angst- und Zwangsstörungen. Die Patienten werden dort tagsüber betreut und kehren dann am Abend in ihr häusliches Umfeld zurück. Die psychiatrische Institutsambulanz, die ebenfalls eingerichtet wird, soll Patienten helfen, die keinen kurzfristigen Termin bekommen haben und denen die Arzt-Sprechstunde nicht reicht. Auch sollen in Absprache mit dem bis letztes Jahr in Plettenberg tätigen Dr. med. Daan Berkhout, Facharzt für Neurologie, Patienten übernommen werden.

 „Die Übernahme des Kassensitzes war ebenfalls in der Diskussion, doch dazu kommt es wohl nicht“, betonte Dr. Bodensieck, der sich auf die Neueröffnung in Plettenberg freut. Bis dahin will Projektentwickler Ralf Beßler auch das erste Obergeschoss komplett vermietet habe. Aktuell verhandele er mit zwei ernsthaften Interessenten – einer Praxengemeinschaft und einem Büro aus dem Finanzsektor. „Ich glaube, dass wir in den nächsten drei Wochen Vollzug melden können“, zeigt sich Beßler recht optimistisch.

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