Unfall ereignete sich am 15. Oktober auf der K8

Nach Vierfach-Crash vor Selscheid: Das droht dem Verursacher (18) aus Altena

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Die Ermittlungen zum Vierfach-Crash am 15. Oktober auf der K8 bei Selscheid sind nahezu abgeschlossen: Dem Unfallverursacher aus Altena drohen ein Fahrverbot, eine Geldstrafe oder im schlimmsten Fall sogar eine Haftstrafe.

Plettenberg/Werdohl – Wer heute die K8 von Plettenberg aus befährt, sieht keine Hinweise mehr auf den schlimmen Verkehrsunfall, der sich dort am 15. Oktober gegen 17.50 Uhr ereignete und bei dem es mehr als ein halbes Dutzend Verletzte und vier beteiligte Unfallfahrzeuge gab.

„Der starke Regen hat die Sprühkreide schnell wieder verschwinden lassen. Wir haben aber den gesamten Unfallhergang genau dokumentiert und fotografiert“, sagt Polizeihauptkommissar Klaus-Dieter Schneider auf Anfrage unserer Redaktion.

Aktuell würden noch einige Zeugenbefragungen laufen, ehe das Verfahren an die Staatsanwaltschaft in Hagen abgegeben werde. 

Klar ist laut Schneider, dass ein mit vier jungen Männern besetzter Volvo V40 an dem Tag auf der K8 in Richtung Plettenberg fuhr. Der 18-jährige Fahrer aus Altena habe kurz vor der Ortslage Erkelze mit nicht angepasster Geschwindigkeit überholt und dadurch den Unfall verursacht, an dem drei weitere Fahrzeuge beteiligt waren. 

Schwerer Unfall mit vier Autos in Selscheid

Dank der guten Sicherheitsausstattung der Autos wurden insgesamt nur drei Insassen schwer verletzt – der Fahrer und Beifahrer des Volvos sowie ein Fahrer eines entgegenkommenden Fahrzeugs.

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Massen-Crash Folge eines waghalsigen Überholmanövers

„Bei einem Unfall mit einem Kleinwagen hätte das auch ganz anders ausgehen können“, sagte Schneider. Neben den drei schwer verletzten Unfallbeteiligten gab es vier Leichtverletzte, die zur Behandlung mit den angeforderten Rettungswagen in die umliegenden Krankenhäuser in Werdohl, Lüdenscheid und Plettenberg gefahren wurden. Sämtliche Unfallfahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Den Gesamtschaden beziffert Schneider mit rund 35.000 Euro.

Insgesamt gab es sieben Verletzte bei dem Unfall auf der K8.

Der junge Fahrer aus Altena durfte seinen Führerschein vorerst behalten. Ihn erwartet aber demnächst eine Anklage, weil er das Fahrzeug grob verkehrswidrig führte und rücksichtslos falsch überholte. Noch dazu gilt der Tatvorwurf der fahrlässigen Körperverletzung. 

Im Zuge des Verfahrens wird voraussichtlich ein längeres Fahrverbot gegen den Fahranfänger verhängt. Bei einer Verurteilung sieht das Strafmaß eine Geldstrafe oder im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren vor. 

Ungeachtet dessen prüft die Polizei derzeit die Möglichkeiten von Tempokontrollen in dem kurvigen Bereich, der angesichts der B236-Vollsperrung stark befahren wird.

§ 315c: Gefährdung des Straßenverkehrs

Der 18-jährige Unfallverursacher auf der K8 muss sich vorbehaltlich der Prüfung durch die Staatsanwaltschaft wegen des folgenden Vergehens gemäß Paragraph 315c verantworten: 

Wer im Straßenverkehr nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, oder grob verkehrswidrig und rücksichtslos falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

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