Lösung gefunden für Pumpspeicherwerk

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Das Oberbecken des Pumpspeicherwerks in Rönkhausen soll im nächsten Jahr saniert werden - dank eines neuen Teileigners - der STAWAG Aachen.

Plettenberg - Es gab eine Zeit, da sahen viele Energieversorger in Zeiten der Energiewende eine Chance im Bau von neuen Pumpspeicherkraftwerken. Auch die Mark-E plante ein 500 Mio.-Euro-Projekt mit den Grünwerken.

Doch dann verschlechterten sich die Marktbedingungen und die Erlöse im Bereich des sogenannten Verbundnetzes, in dem Strom kurzfristig zur Verfügung gestellt wird, sanken in den Keller. Auch von staatlicher Seite wurde das Vorhalten von riesigen Energiespeichern nicht gefördert. Als Folge wurden nahezu alle Projekte für neue Pumpspeicherwerke zu den Akten gelegt.

 Mit dem Pumpspeicherkraftwerk in Rönkhausen besitzt der zwischenzeitlich in wirtschaftliche Schieflage geratene Energieversorger Mark-E eines von deutschlandweit 36 Pumpspeicherkraftwerken. Angesichts eines Investitionsstaus unternahm man zunächst den Versuch, die Anlage mit dem Unterbecken im Glingetal und dem Oberbecken auf dem Dahlberg zu veräußern, was aber misslang.

 Mit der nun bevorstehenden Gründung einer neuen Eigentumsgesellschaft – bestehend aus der STAWAG Aachen und der Mark-E – scheint die Zukunft des Pumpspeicherwerks Rönkhausen gesichert. Noch fehlen nach Informationen unserer Zeitung zwar einige Beschlüsse, doch dies dürfte nur Formsache sein. Die umfangreichen Kosten für die im nächsten Jahr anstehende Sanierung des Oberbeckens (Kostenpunkt rund 20 Mio. Euro) teilen sich die Gesellschafter und hoffen in Zukunft auf steigende Erlöse im Regelenergiemarkt.

 Im Vorstand der STAWAG Aachen sitzt mit Dr. Peter Asmuth zwar ein ehemaliges Vorstandsmitglied der Elektromark, an der Entscheidungsfindung war Asmuth aber nach eigenen Worten nicht beteiligt. Diese überließ er den Vorstandskollegen Christian Becker und Wilfried Ullrich. 

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