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Sparmaßnahmen: Eine Stadt (fast) im Dunkeln

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Von: Sabrina Jeide, Christos Christogeros

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Die Hauptstelle der Sparkasse am Umlauf in Plettenberg wird künftig in den Abend- und Nachtstunden nicht mehr angeleuchtet.
Die Hauptstelle der Sparkasse am Umlauf in Plettenberg wird künftig in den Abend- und Nachtstunden nicht mehr angeleuchtet. © Meyer

Am 24. August hat die Bundesregierung diverse Verordnungen zur Sicherung der Energieversorgung beschlossen. Dazu zählt unter anderem auch das Abschalten der Außenbeleuchtung von Gebäuden und Denkmälern. Die Sparkasse hat bereits reagiert und wird die Hauptstelle am Umlauf nicht mehr anleuchten lassen. Auch die Stadt Plettenberg beteiligt sich an den Sparmaßnahmen.

Plettenberg - Die Sparkasse habe sich entschieden, die neue Verordnung zur Sicherung der Energieversorgung umgehend umzusetzen. „Erstens, um die Anordnung zu erfüllen, zweitens, um unseren Beitrag zu leisten“, sagt Vorstandsvorsitzender Kai Hagen. Daher wird seit dem 1. September unter anderem die Außenbeleuchtung an den Sparkassengebäuden einschließlich der Beleuchtung der Schriftzüge ausgeschaltet – täglich in der Zeit zwischen 22 und 16 Uhr.

Auch die Stadt Plettenberg wird der Verordnung folgen. Bauamtsleiter Sebastian Jülich erklärte in der Sitzung des Bau- und Liegenschaftsausschusses, welche Maßnahmen die Stadtverwaltung umsetzen müsse. Verpflichend sei die Abschaltung der Beleuchtung der Kreisverkehre sowie folgender Gebäude und Baudenkmäler: Wiedenbrücke (blaue Beleuchtung), Bäume in der Innenstadt, Café Haltepunkt (Anstrahlung vom Wall aus), Böhler Park (Kirche und Bäume), Kirche St. Johannes Baptist, Waterkant, Bahnhofsgebäude (Anstrahlung) sowie Fischbauchbogenbrücke. Die Straßenbeleuchtung bleibt vorerst noch eingeschaltet. Aber dort, wo es technisch möglich und sinnvoll erscheint, werde die Beleuchtung freiwillig reduziert. Wie in der Nachbarkommune Werdohl, wo darüber nachgedacht wird, die Straßenlaternen in den späten Abendstunden auszuschalten, steht auch in Plettenberg die Komplettabschaltung in der Nacht zur Diskussion.

Darüber hinaus ergreift die Stadt Plettenberg weitere Maßnahmen: Die Büro-Räumlichkeiten im Rathaus werden auf 19 Grad beheizt, ebenso der Baubetriebshof. Weil es explizit als Ausnahme gilt, „werden wir Schulen und Kindergärten entsprechend nicht anfassen“ erklärte Jülich. „Wo wir uns auch gegen entschieden haben, ist flächendeckend das Heißwasser abzustellen“, berichtete Jülich den Ausschussmitgliedern – vor allem vor dem Hintergrund der Legionellengefahr.

Auch die Christuskirche liegt fortan im Dunkeln.
Auch die Christuskirche liegt fortan im Dunkeln. © Meyer

Weitere freiwillige Maßnahmen könnten folgen, manche würden bereits umgesetzt, wie die Abschaltung der Klimaanlage im Rathaus.

Auch die Sparkasse wolle die Raumtemperatur auf 19 Grad Celsius begrenzen. Darüber hinaus wird die dezentrale Trinkwasser-Erwärmungsanlage in den Handwaschbecken ausgeschaltet.

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