Rallye Dresden-Dakar-Banjul

Mit dem Twingo durch die Sahara: Plettenberger vor Abenteuer-Rallye - Video

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Andreas "Mauli" Braach kann den Start zur Afrika-Rallye mit seinem "Wüstenflitzer" kaum noch erwarten.

Plettenberg – Die süßen Glupschaugen von „Maulis Wüstenflitzer“ kann man fast übersehen, wenn man sich den Renault Twingo von Andreas Braach anschaut. Der 17 Jahre alte Kleinwagen nimmt langsam Form an und sieht schon langsam aus wie ein kleines Rallye-Auto. Der Dachträger nebst LED-Lampen ist montiert und auch ein großer Reservekanister ist vorhanden.

„Mir tut es jetzt schon ein bisschen leid, dass ich den Wüstenflitzer zum Abschluss der Rallye Dresden-Dakar-Banjul zurücklassen muss – aber es ist ja für einen guten Zweck“, sagt Andreas „Mauli“ Braach. Die letzten Tage hat er genutzt, um die Sponsorgeschenke und das Ausrüstungsmaterial zu sortieren und probeweise zu verpacken.  Mehr als ein Dutzend Fußbälle, T-Shirts, Kappen, Strohhüte, Schweißbänder, Stifte und andere Dinge will „Mauli“ bei seiner Tour durch Afrika an die Kinder verschenken und freut sich als Vater einer Tochter über jedes dankbare Kinderlachen. 

„Das wird platzmäßig schon eine enge Kiste“, sagt der Plettenberger angesichts der großen Gepäckmenge. Eher wenig Platz nehmen dabei die persönlichen Gegenstände ein, zu denen auch ein Wurfzelt gehört. Schlafsacktechnisch ist der Industriemechaniker noch nicht gut ausgerüstet, denn in der Sahara wird es bei schweißtreibenden Tagestemperaturen von über 40 Grad nachts auch sehr kalt: bis - 20 Grad. „Da muss ich mir noch etwas überlegen, wenn ich nicht jede Nacht frieren möchte“, sagt der Plettenberger, der fünf Wochen unterwegs sein wird.

Dafür haben ihn die zahlreichen Sponsoren schon in anderen Bereichen gut unterstützt. Er hat Ersatzteile gehortet, einen Unterbodenschutz montiert und tüftelt gerade an der einzigen echten Luxus-Ausstattung – einer Kühlung für das Dosenbier, das er nach den anstrengen Tagesetappen möglichst kalt genießen will. Kombinieren will er das mit einer Solarzelle auf dem Dach, einer Ersatzbatterie und einer Handy-Ladestation. 

Der Zeitungsaufkleber fährt am Dachgepäckträger mit durch die Sahara...

Der größte Wunsch des Plettenbergers ist, dass der an einigen Stellen verstärkte Twingo gut durchhält, schließlich muss der Wüstenflitzer über 7 000 Kilometer über staubige Straßen, Sandwüsten und Geröllfelder bewältigen. „Auch wenn es noch fast 40 Tage sind bis zum Start, werde ich zunehmend nervöser“, sagt der 33-Jährige, ehe er einen Süderländer-Aufkleber mit fast allen Ortsteilen seiner Heimatstadt fachmännisch auf die Tür klebt. „Plettenberg ist meine Heimat und das Ding darf deshalb nicht fehlen“, sagt der Sauerländer mit Herz, der jetzt bereit ist für das große Abenteuer Afrika.

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