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Endlich wieder geöffnet: Führungen durch historische Grube am Samstag

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Besuch in der Bleierzgrube: Bürgermeister Ulrich Schulte, Sylvia Eick und die Grubenführer Thomas Jampe und Marco Handtke (von links).
Besuch in der Bleierzgrube: Bürgermeister Ulrich Schulte, Sylvia Eick und die Grubenführer Thomas Jampe und Marco Handtke (von links). © KULTOUR GMBH

Nach längerer Pause finden wieder Führungen in der Bleierzgrube Neu Glück auf der Weide statt, teilt die Stadt Plettenberg mit. Beim Besuch des Museumsstollens kann man unter fachkundiger Führung Plettenberger Geschichte unter Tage erleben und in die Welt des Bergbaus eintauchen.

Plettenberg – Am 6. August und am 20. August bietet Grubenführer Thomas Jampe jeweils um 14 und um 16 Uhr Führungen an. Tickets kosten 4 Euro pro Person und sind erhältlich im Ticketshop auf www.plettenberg-kultour.de oder im Wilhelm 9, Wilhelmstraße 9. Pro Führung können maximal zehn Personen teilnehmen. Kinder dürfen erst ab zehn Jahren mit in die Grube. Das Tragen von festem Schuhwerk wird empfohlen.

Geschichtlicher Hintergrund

Über Tage erinnert in Plettenberg nur wenig an die harte Arbeit der Bergleute, die in langen Stollengängen Kupfer, Blei, Zink und Eisenerz abgebaut haben. Erst mit dem Bau des Tunnels für die Westtangente wurde 2006 ein alter Stollengang der Bleierzgrube Neu Glück (1755) wiederentdeckt und als Besucherstollen eingerichtet.

Die Grube hat gleich drei unterschiedliche Entwicklungsphasen vorzuweisen. Hier kann man als absolute Seltenheit den „Dreistufen-Abbau“ spätmittelalterlicher Gruben besichtigen. Hierbei arbeitete man zu Dritt hintereinander und kam so viel schneller vorwärts, da beim Vortrieb der Stollengänge wegen der Enge meist nur ein Bergmann „vor Ort“ sein konnte.

In den Kriegsjahren 1944/45 wurde auch ein Teil der Grube Neu Glück zum Luftschutzkeller ausgebaut. Hier fanden mehr als 100 Bürger Schutz. Auch diese Phase der Nutzung, für die ein zweiter Eingang zum Stollen in den Berg gesprengt wurde, wird präsentiert.

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