Familie Sagui verabschiedet sich bis nächsten Februar

Eisdiele Sagui: Arrivederci Plettenberg

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ie verabschieden sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge in die wohlverdiente Winterpause (von links): Paolo Sagui, seine Ehefrau Elena und sein Bruder Dario.

Plettenberg - Kurze Hose und T-Shirt statt dicker Jacke und Schal: Der sommerliche Herbst bescherte der Eisdiele Sagui ein fabelhaftes Saisonende.

Am letzten Öffnungstag und auch bereits tags zuvor herrschte reger Betrieb am Maiplatz. Wer auf Anhieb einen Sitzplatz in der Sonne erhielt, der konnte sich glücklich schätzen. Es schien fast so, als wollte halb Plettenberg noch ein letztes Sagui-Eis vor dem Winter genießen. 

„Frohe Weihnachten und kommt gut ins neue Jahr“, wünschten daher viele Stammkunden beim Verlassen der Eisdiele. Angesichts dieser Herzlichkeit fällt der Familie Sagui der Abschied in die Winterpause nicht leicht. „Plettenberg ist längst zu unserer zweiten Heimat geworden“, sagt Paolo Sagui. 

Daher freuen sich er, seine Ehefrau Elena und sein Bruder Dario auch immer wieder darauf, wenn sie zu Beginn eines jeden Jahres in Richtung Sauerland aufbrechen und ihre eigentliche Heimat – die in den italienischen Dolomiten liegt – wieder verlassen. Dort werden sie die kommenden Wochen verbringen und sich Zeit für die Dinge nehmen, die während der Saison viel zu kurz kommen – vor allem natürlich Zeit für die Familie. 

Besagte Saison war in diesem Jahr besonders arbeitsreich. Seit über 60 Jahren und in dritter Generation betreiben die Saguis ihre Eisdiele im Herzen der Stadt. Aber einen solch sonnenreichen Sommer haben sie in der Vier-Täler-Stadt zuvor selten erlebt. „Das war ein Geschenk Gottes“, schwärmt Paolo Sagui von den herrlichen Temperaturen, die für gute Laune bei den Plettenbergern sorgte. 

Sehr zur Freude des Italieners war der Andrang in der Eisdiele entsprechend groß. Über mangelnden Betrieb konnten sich er und seine Mitarbeiter wahrlich nicht beklagen. Besonders waren dabei übrigens die klassischen Eissorten gefragt: Vanille, Stracciatella, Schokolade, Erdbeere und Zitrone seien in Plettenberg sehr beliebt, erzählt der Experte. 

Nicht nur aufgrund des eigenen Kundenzuspruchs sei dieses Jahr bemerkenswert gewesen: Paolo Sagui freut sich sehr darüber, dass das lange Zeit leerstehende Real-Gebäude wieder mit Leben gefüllt ist. „In den letzten zwei, drei Jahren musste man sich schon Sorgen machen um die Plettenberger Innenstadt.“ Dank der Eröffnung des Modepark Röthers habe der Maiplatz schon allein optisch gewonnen. 

Einen Grund dafür, in Euphorie zu verfallen, verspüre er im Moment allerdings noch nicht. Sagui wolle zunächst abwarten, ob der neue Nachbar dauerhaft am Maiplatz gut angenommen wird und nicht nur in den Tagen nach der Neueröffnung: „Wir müssen abwarten, wie sich die Situation entwickelt.“ 

Diese Aufwertung erleichtert der Familie Sagui jedenfalls die Fahrt in Richtung Heimat. Die war indes schon lange geplant und auch die Mitarbeiter hatten ihre Urlaubsplanungen auf die Zeit nach dem 14. Oktober ausgerichtet. Die aktuell gute Wetterlage hat daher keinen Einfluss auf die Länge der Plettenberger Eissaison. 

Und so verabschiedete sich die Familie Sagui am Sonntag mit einem fröhlichen „Arrivederci“ von den Plettenbergern – verbunden mit dem festen Versprechen, dass Mitte Februar am Maiplatz erneut eine Eiszeit beginnt.

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