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Gegen den Trend: Weniger Einnahmen aus der Hundesteuer

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Von: Kerstin Zacharias

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Die tierischen Lieblinge der Deutschen spülten in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres so viel Geld in die Kassen wie nie. In Plettenberg ist hingegen ein geringfügiger Rückgang der Einnahmen zu verzeichnen.
Die tierischen Lieblinge der Deutschen spülten in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres so viel Geld in die Kassen wie nie. In Plettenberg ist hingegen ein geringfügiger Rückgang der Einnahmen zu verzeichnen. © dpa

Die Liebe der Menschen zu ihren Vierbeinern hat auch im vergangenen Jahr Millionen an Euros in die öffentlichen Kassen gespült – und einen neuen Rekord aufgestellt: Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden von Januar bis September 2022 insgesamt 104,6 Millionen Euro an Hundesteuern eingenommen – 2,5 Millionen Euro mehr (plus 2,4 Prozent) als noch im Vorjahreszeitraum. Etwas anders sieht es hingegen in der Stadt Plettenberg aus: Dort gingen die Hundesteuer-Einnahmen in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres geringfügig zurück.

Plettenberg/Herscheid – Wie aus dem aktuellen Zahlenwerk hervorgeht, belief sich das Steueraufkommen auf 145 955 Euro – das waren 519 Euro weniger (minus 0,4 Prozent) als im Vorjahreszeitraum (146 474 Euro). Im Vergleich zum betreffenden Zeitraum im Jahr 2020 ist das Steueraufkommen jedoch immer noch höher – und zwar um 1518 Euro (plus 1,1 Prozent). Damals wurden in Plettenberg 144 437 Euro an Hundesteuern eingenommen.

Innerhalb des Märkischen Kreises befindet sich Plettenberg in Bezug auf den leichten Rückgang in guter Gesellschaft, denn insgesamt sechs der 15 Städte und Gemeinden verzeichnen geringfügige Mindereinnahmen. So lag die Veränderung in der Stadt Halver beispielsweise bei minus 3,1 Prozent (4134 Euro) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, in der Stadt Werdohl bei minus 0,7 Prozent (874 Euro). Die höchsten Mehreinnahmen verzeichneten von Januar bis September 2022 die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde mit plus 5,9 Prozent (2985 Euro) sowie die Städte Neuenrade und Menden mit jeweils plus 3,3 Prozent.

Im gesamten Kreis stieg das Steueraufkommen jedoch um 0,8 Prozent (plus 21 787 Euro) auf 2,7 Millionen Euro. Im Vergleich zum Jahr 2020 gab es sogar ein Plus von 5,3 Prozent – damals lagen die Einnahmen aus der Hundesteuer in den Kommunen noch bei 2,5 Millionen Euro.

Nahezu unverändert sind die Hundesteuer-Einnahmen in der Gemeinde Herscheid: Sie lagen in den Monaten Januar bis September 2022 bei 63 262 Euro – und gingen damit um 0,1 Prozent zurück. Das entspricht einem Wert von 60 Euro. Im Vorvorjahreszeitraum hatte sich die Gemeinde noch über ein Plus von 5,3 Prozent freuen können: Damals stiegen die Einnahmen von 60 056 Euro in 2020 auf 63 322 Euro in 2021.

Auch im ganzen Land entwickelten sich die Einnahmen in den ersten neun Monaten 2022 ganz unterschiedlich: Die höchsten Zuwächse verbuchten Köln, Neunkirchen-Seelscheid und Düsseldorf; die höchsten Rückgänge ermittelte das Statistische Landesamt für die Städte Velen, Welver und Siegburg. Die Daten entstammen laut IT.NRW der vierteljährlichen Kassenstatistik, die alle Zahlungsvorgänge der kommunalen Haushalte abbildet.

Rückschlüsse auf die Anzahl der Hunde in einer Kommune können übrigens aus den Zahlen nicht geschlossen werden, da jede Stadt und Gemeinde selbst über die Höhe der Steuer entscheiden darf.

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