Vor Entlassung stehende Mitarbeiter hoffen auf  Zusage

IG Metall handelt  Dura-Abfindung aus: Stimmt US-Konzern zu?

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Vor knapp zwei Jahren gab es noch Hoffnung für die Dura-Mitarbeiter. Jetzt wurde über die Höhe der Abfindungen eine Entscheidung gefällt.

Plettenberg - Bei der Hängepartie um die Höhe der Abfindungen für die Mitarbeiter des Plettenberger Automobilzulieferers DURA ist in dieser Nacht eine Entscheidung gefallen. Die IG Metall konnte dabei für die vor der Entlassung stehenden Mitarbeiter zumindest eine Abfindung in Höhe von 0,3 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr aushandeln.

In der Nacht hat der Vorsitzende der Einigungsstelle einen Spruch zum Sozialplan für die Firma DURA gefällt. Nachdem der Arbeitgeber auch bis zuletzt nicht davon abrückte, keinerlei Geld für Abfindungen zur Verfügung stellen zu wollen, entschied der Vorsitzende, dass die von den Entlassungen betroffenen Personen eine Abfindung von 0,3 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr erhalten sollen. 

Hierzu erklärt Torsten Kasubke, Geschäftsführer der IG Metall und Verhandlungsführer für die Arbeitnehmerseite: „Vor über zwei Jahren hat der Arbeitgeber einen massiven Stellenabbau angekündigt. Auch in der vergangenen Nacht wollte der Arbeitgeber keinerlei Abfindungen für Menschen anbieten, die zum großen Teil über Jahre für DURA gearbeitet haben. Deswegen musste der Vorsitzende der Einigungsstelle, der zunächst im Beschlussverfahren kein Stimmrecht hat, an der Abstimmung beteiligen. Als von beiden Seiten unabhängige Person hat er dafür votiert, 0,3 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr als Abfindung festzulegen."

Weiter heißt es in Kasubkes Stellungnahme: "Wir rufen den Arbeitgeber auf, diesen Beschluss nicht anzufechten und ihn zu akzeptieren. Wir stehen nun vor dem dritten Weihnachtsfest seit der Ankündigung des massiven Stellenabbaus. Die Betroffenen haben nun Sicherheit vor Weihnachten verdient und keine weitere Hängepartie. Der Arbeitgeber wird auch vor Gerichten nicht daran vorbeikommen, Abfindungen zu zahlen."

Lesen Sie hier mehr zu den Entlassungen bei Dura

Nach dem Ende des Einigungsstellenverfahrens sei  es nun an der Zeit, über die Zukunft von DURA zu sprechen. Die weiterhin Beschäftigten hätten es verdient, endlich über ihre Zukunft Bescheid zu wissen. "Der Betriebsrat und die IG Metall sind bereit, über die Zukunft des Standorts Plettenberg zu verhandeln“, so Kasubke abschließend. Von der DURA-Geschäftsführung gibt es bislang noch keine Stellungnahme zum Sozialplan. 

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