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Ein Facharzt weniger: Urologie-Praxis im MK schließt

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Von: Georg Dickopf

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Dipl. Med. Christine Schuller (60 Jahre) und ihr Mann Dr. Alfred Schuller (67) werden die Urologiepraxis Am Lindengraben Ende Oktober schließen.
Dipl. Med. Christine Schuller (60 Jahre) und ihr Mann Dr. Alfred Schuller (67) werden die Urologiepraxis Am Lindengraben Ende Oktober schließen. © Dickopf

Seit über 20 Jahren residiert die Urologiepraxis von Dr. Alfred Schuller im Obergeschoss des Volksbankgebäudes, doch nun stehen die Zeichen auf Abschied. Am Freitag, 28. Oktober, werden die letzten Patienten von Christine Schuller und Dr. Alfred Schuller behandelt – danach gehen im Obergeschoss die Lichter aus und alles muss ausgeräumt werden.

Plettenberg - Der Vorstand der Volksbank in Südwestfalen plant bekanntlich eine Kernsanierung des Gebäudes Am Lindengraben, in dem später neben einer Bankfiliale und Wohnungen auch das Hausarztzentrum Platz finden soll.

Praxisübernahme Ende der 90er Jahre

Eröffnet wurde die Praxis über den Dächern der Stadt im Jahr 2001. Zwei Jahre zuvor hatte Dr. Schuller die Urologiepraxis von Dr. Wulf-Rüdiger Strauß an der Schlieffenstraße übernommen.

Die heutige Praxis bietet vom Wartezimmer einen Blick auf den Kirchplatz und die Christuskirche, ist energetisch aber eine Katastrophe, wie auch der Urologe in den letzten Jahren leidvoll erfahren musste.

Grundsätzlich habe es Überlegungen gegeben, die Praxis an anderer Stelle weiterzuführen, doch die Pläne hätten sich laut Schuller zerschlagen.

Seine Versuche, im Ärzteblatt einen Nachfolger für die Praxis zu finden, seien ebenfalls nicht erfolgreich gewesen und so habe er sich nach reiflicher Überlegung entschlossen, gemeinsam mit seiner Frau in den Ruhestand zu gehen.

Der Urologe, der seine Patienten bereits vor längerer Zeit über die bevorstehende Praxisaufgabe informierte und die entsprechenden Unterlagen teilweise schon aushändigte, will die beiden Kassensitze zumindest ausschreiben. Ob diese dann in Plettenberg verbleiben, ist offen, zumindest aber würden zwei Kassensitze im Märkschen Kreis verbleiben und nicht verfallen.

Von der Praxisaufgabe Ende Oktober in Plettenberg betroffen sind auch zwei langjährige Mitarbeiterinnen, die sich nun neu orientieren müssen.

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