Verbundenheit endet nicht mit dem Renteneintritt

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Noch heute pflegen Unternehmen und ehemalige Mitarbeiter ein enges Verhältnis. Immer wieder kommen die „Hiby-Rentner“ vorbei, um zu sehen, was sich in „ihrer“ Firma verändert hat.

Plettenberg - Bei der Firma Elaflex Hiby hat sich im vergangenen Jahr einiges getan. Geschäftsführer Moritz Hiby, der das Unternehmen im Januar 2017 übernommen hat, investierte unter anderem in den Bereich Kokillenguss. Das wollten sich zwölf ehemalige Mitarbeiter genauer ansehen und besichtigten das Werk an der Grünestraße – schließlich sei die Verbindung zwischen den „Ehemaligen“ und der Firma noch immer eng.

Durch das weitere Standbein Kokillenguss, das seit April in Betrieb ist, wolle sich das Unternehmen gut für die Zukunft aufstellen und Arbeitsplätze sichern. Bisher hatte das Plettenberger Unternehmen ausschließlich mit dem Sandguss-Verfahren gearbeitet. Dieses sei aber nicht so wirtschaftlich wie der Kokillenguss, schließlich sei die zu produzierende Stückzahl beim Sandguss geringer.

Bei dem gefertigten Teil, das sich die Rentner bei der Besichtigung ansehen konnten, handelte es sich um die Lampeneinfassungen für Landebahnen, die zur Orientierung der Piloten beim Anflug auf den Flughafen beitragen.

Doch das Kokillenguss-Verfahren sei auch in anderen Bereichen einsetzbar. So komme es beispielsweise auch für die Fertigung von Zylinderköpfen, Pkw-Kolben oder Rädern zum Einsatz.

Als nächstes führte Frank Schumacher, Leiter Instandhaltung und Projektmanager, die ehemaligen Mitarbeiter zum Werkzeugbau. Hier konnten sie sich ansehen, wie das Werkzeug in 3D am Computer konstruiert wird. Mit einer bestimmten Software werden dann die Strategien festgelegt, wie der Kunststoffblock bearbeitet werden soll. Das wird von einer CNC-Maschine dann in verschiedenen Fräßprogrammen ausgeführt.

„Es werden Modelle für die eigene Produktion hergestellt, aber auch für Kunden“, erfuhren die Rentner. Auch eine Beratung würde angeboten.

Als letzte Station sahen die Teilnehmer die Veränderungen, die den Sandguss betreffen. Während in der Kernmacherei der Sand bei 240 Grad in einer Form ausgehärtet wird, befindet sich eine Etage tiefer die Gieß- und Abkühlstrecke sowie die Gussentnahme. Neu ist hierbei zum einen, dass nicht mehr ein Mitarbeiter die Gussteile entnimmt, sondern dies eine Maschine regelt. Für die Rüttelmaschine, die den Sand vom Gussteil entfernt, wurde die Gießerei eigens umgebaut, sodass sich die Maschine nun im Untergeschoss der Firma befindet.

Organisiert wurde die Besichtigung vom ehemaligen Mitarbeiter der Firma Hiby, Hans Schulte. Ziel sei, durch regelmäßige Treffen die Verbundenheit zum Unternehmen beizubehalten. Dies zeichne den Betrieb unter anderem auch als Familienunternehmen aus.

Am Nachmittag hörten die ehemaligen Mitarbeiter noch einen Vortrag im Restaurant Haus Battenfeld. Frederic Rothstein stellte die neue zentrale Emulsionsaufbereitungsanlage vor, die bereits in Werk 2 in Köbbinghausen steht.

Die bisherige Anlage sei 25 Jahre alt und würde nun ausgetauscht. 27 Verarbeitungsmaschinen hängen an dieser Anlage, die 16 Meter lang und acht Meter breit ist. „Ein Kilometer Rohre wurden dafür benötigt“, erklärte Rothstein. Mit der Anlage werden die Bauteile geschmiert und gereinigt. Frank Schumacher ging zudem auch noch mal auf die Veränderungen an der Grünestraße ein, die bei der Besichtigung gezeigt wurden.

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