Inge Blask: „Wichtig, dass die Stadt Unterstützung bekommt“

Dura: Land will helfen

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Aus Sicht der Landesregierung wäre eine baldige Weiternutzung der Dura-Flächen wünschenswert.

Pletteneberg - Am kommenden Mittwoch, 6. Juni, tagt der Ausschuss für Wirtschaft, Energie und Landesplanung im Düsseldorfer Landtag. Auf Antrag der SPD-Fraktion und nach einem entsprechenden Vorstoß der Landtagsabgeordneten Inge Blask soll unter Federführung von Prof. Dr. Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, über Hilfen der Landesregierung diskutiert werden.

Laut Sachstandsbericht bestätigte Dave Pettyes, Geschäftsführer der beiden Dura-Standorte in Plettenberg und Selbecke, die am 24. April verkündete Schließung der Werksstandorte Plettenberg und Kirchhundem zum 30. April 2019. Befristete Verträge und Leiharbeitsverträge werden bereits vorher auslaufen. Andere Werksstandorte sind nicht betroffen. Für die Notwendigkeit der Schließung führt das Unternehmen folgende Gründe an:

• Ausbleibende Neuaufträge seit 2015 

• Mehrjährige Verluste von über 160 Mio. Euro an den beiden Standorten 

• Vollständige Zerstörung wichtiger Produktionskapazitäten durch einen Großbrand

Die Schließung betrifft 970 Mitarbeiter, von denen rund 850 am Standort Plettenberg beschäftigt sind. Die örtliche Geschäftsführung hat angekündigt, mit dem Betriebsrat in Verhandlungen über einen Interessenausgleich und einen Sozialplan einzutreten, um eine gemeinsame Lösung im Interesse aller Beteiligten zu erreichen.

Weiter heißt es in der Vorlage: „Aus den Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite haben sich aus Sicht der Landesregierung keine Anhaltspunkte ergeben, die auf eine Fortführung der beiden Werke im Sauerland hoffen lassen. Die beiden Werke sind hochdefizitär und es fehlen Neuaufträge. Die Landesregierung steht im Kontakt mit dem örtlichen Betriebsrat sowie der IG Metall.“ Es sei davon auszugehen, dass die Schließung- zum 30. April 2019 erfolge.

Weiter heißt es in der Vorlage: „Aus den Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite haben sich aus Sicht der Landesregierung keine Anhaltspunkte ergeben, die auf eine Fortführung der beiden Werke im Sauerland hoffen lassen. Die beiden Werke sind hochdefizitär und es fehlen Neuaufträge. Die Landesregierung steht im Kontakt mit dem örtlichen Betriebsrat sowie der IG Metall.“ Es sei davon auszugehen, dass die Schließung- zum 30. April 2019 erfolge.

„Wirtschaftlich sind die Werksschließungen für die Region ein herber Schlag, aber auch etwaige dadurch entstehende Industriebrachen sind eine Herausforderung“, heißt es im Schreiben der Landesregierung. Da weder Plettenberg (Märkischer Kreis) noch Kirchhundem (Kreis Olpe) Bestandteil der Gebietskulisse der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ seien, komme ein entsprechender Förderzugang nicht in Betracht.

Mit dem Projektaufruf „Regio.NRW-Wirtschaftsflächen“ stehte derzeit jedoch ein Instrument zur Verfügung, das den Kommunen landesweit eine Förderung zur Erschließung und Revitalisierung von Brachflächen für eine gewerbliche oder industrielle Folgenutzung ermögliche. So können entsprechende Planungs- und Beratungsleistungen gefördert werden.

„Aus Sicht des Landes ist es wünschenswert, dass das Betriebsgelände möglichst zügig einer erneuten Nutzung zugeführt werden kann, um damit den Wegfall der Arbeitsplätze zeitnah zu kompensieren“, heißt es in der Vorlage. Das Ministerium habe bereits mit Bürgermeister Ulrich Schulte in der Angelegenheit Kontakt aufgenommen und Informationen zum Projektaufruf „Regio. NRW-Wirtschaftsflächen“ übermittelt.

„Wichtig ist, dass die Stadt die Unterstützung bekommt und dass es zügig voran geht“, wünscht sich Inge Blask abschließend.

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